LP-PLA2 Biomarker: Bedeutung für Herz-Kreislauf-Risikoanalysen - Laborwert, Normwerte und klinische Bedeutung
LP-PLA2 ist ein Biomarker in der Labormedizin, der zur Bewertung des Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen herangezogen wird. Durch die Messung des Lipoprotein-associated Phospholipase A2 kann das Entzündungsniveau in den Blutgefäßen bestimmt werden, was eine frühzeitige Risikoabschätzung und individuell angepasste Therapien ermöglicht. Als wichtiger Indikator für Atherosklerose trägt LP-PLA2 zur präzisen Diagnostik und Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen bei.
Kategorie: Stoffwechsel
Referenzbereich: 200 - 400
Was ist LP-PLA2?
LP-PLA2 ist ein Labormarker, der in der medizinischen Diagnostik verwendet wird. Er gehört zur Kategorie Stoffwechsel. Der normale Referenzbereich liegt bei 200 - 400.
LP-PLA2 ist ein Biomarker in der Labormedizin, der zur Bewertung des Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen herangezogen wird. Durch die Messung des Lipoprotein-associated Phospholipase A2 kann das Entzündungsniveau in den Blutgefäßen bestimmt werden, was eine frühzeitige Risikoabschätzung und individuell angepasste Therapien ermöglicht. Als wichtiger Indikator für Atherosklerose trägt LP-PLA2 zur präzisen Diagnostik und Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen bei.
Detaillierte Informationen zu LP-PLA2
Ergebniserklärung
Was bedeuten niedrige Werte?
Was bedeuten hohe Werte?
Risikofaktoren für abweichende LP-PLA2-Werte
- : Männer über 45 und Frauen über 55 haben ein höheres Risiko für erhöhte LP-PLA2-Werte, da Arteriosklerose mit dem Alter fortschreitet.
- : Zigarettenrauch schädigt die Gefäßwände und fördert die Bildung oxidierter LDL-Partikel, an die LP-PLA2 bindet.
- : Bestimmte Genvarianten können die Aktivität der LP-PLA2 erhöhen, was das Risiko für Gefäßentzündungen und Plaquerupturen verstärkt – unabhängig von klassischen Risikofaktoren.
- : Entzündliche Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis oder systemische Entzündungsreaktionen (z. B. durch Rauchen) aktivieren LP-PLA2-produzierende Zellen in den Gefäßwänden.
- : Ein unkontrollierter Diabetes mellitus oder das metabolische Syndrom (Übergewicht, Bluthochdruck, Insulinresistenz) fördern die Bildung instabiler Plaques. Studien zeigen, dass Diabetiker höhere LP-PLA2-Werte haben und ein deutlich erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Ereignisse tragen.
- : Fehlende körperliche Aktivität verschlimmert Entzündungsprozesse und begünstigt instabile Plaques.
Was kann bei abweichenden LP-PLA2-Werten helfen?
- : Lass weitere Tests durchführen, um Ursachen wie Diabetes, unerkannte Herzerkrankungen oder Entzündungen zu identifizieren. Dazu gehören: - Blutwerte: CRP, LDL-Cholesterin, HbA1c. - Bildgebung: Ultraschall der Halsschlagadern oder CT/MRT bei Verdacht auf instabile Plaques.
- : - Statine: Senken nicht nur LDL-Cholesterin, sondern reduzieren auch die LP-PLA2-Aktivität. Bei Werten > 635 U/l wird eine intensivierte Therapie empfohlen. - IL-6-Hemmer: Bei Autoimmunerkrankungen können Biologika wie Tocilizumab Entzündungen und LP-PLA2 kontrollieren. - Blutdruckmanagement: ACE-Hemmer oder Betablocker senken das Schlaganfallrisiko, besonders bei gleichzeitig hohem Blutdruck.
- : Reduziere Zucker und Weißmehl. Setze auf Omega-3-Fettsäuren (Lachs, Leinsamen) und Antioxidantien (Beeren, dunkles Gemüse), um Entzündungen zu bremsen.
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