Thrombinzeit (Tt) – Wichtiger Biomarker für Blutgerinnung und Gerinnungsstörungen - Laborwert, Normwerte und klinische Bedeutung
Die Thrombinzeit ist ein wichtiger Labormarker in der Gerinnungsdiagnostik, der die Zeit misst, die das Blut benötigt, um nach Zugabe von Thrombin zu gerinnen. Sie wird eingesetzt, um Gerinnungsstörungen, Überwachung von Gerinnungshemmung sowie die Ursache erhöhter Blutungsneigung zu diagnostizieren. Die präzise Bestimmung der Thrombinzeit ist essenziell für die frühzeitige Erkennung und Behandlung gerinnungsbezogener Erkrankungen.
Kategorie: Blut
Referenzbereich: 14 - 21
Was ist Thrombinzeit?
Thrombinzeit ist ein Labormarker, der in der medizinischen Diagnostik verwendet wird. Er gehört zur Kategorie Blut. Der normale Referenzbereich liegt bei 14 - 21.
Die Thrombinzeit ist ein wichtiger Labormarker in der Gerinnungsdiagnostik, der die Zeit misst, die das Blut benötigt, um nach Zugabe von Thrombin zu gerinnen. Sie wird eingesetzt, um Gerinnungsstörungen, Überwachung von Gerinnungshemmung sowie die Ursache erhöhter Blutungsneigung zu diagnostizieren. Die präzise Bestimmung der Thrombinzeit ist essenziell für die frühzeitige Erkennung und Behandlung gerinnungsbezogener Erkrankungen.
Detaillierte Informationen zu Thrombinzeit
Ergebniserklärung
Was bedeuten niedrige Werte?
Was bedeuten hohe Werte?
Risikofaktoren für abweichende Thrombinzeit-Werte
- : Ein Hypofibrinogenämie (zu wenig Fibrinogen) oder Dysfibrinogenämie (fehlerhaftes Fibrinogen) verzögert die Gerinnselbildung. Ursachen sind genetische Defekte, Leberzirrhose (da die Leber Fibrinogen produziert) oder schwere Entzündungen wie bei Sepsis.
- : Bei disseminierter intravasaler Koagulation (DIC) oder starkem Gewebeuntergang (z. B. nach Trauma) entstehen Abbauprodukte des Fibrins (FDPs), die die Polymerisation stören und die TZ verlängern.
- : Hohe Fibrinogenspiegel (z. B. bei Entzündungen, Schwangerschaft) beschleunigen die Gerinnung. Dies kann das Thromboserisiko erhöhen, besonders bei zusätzlichen Risikofaktoren wie Adipositas.
- : Bestimmte genetische Varianten des Fibrinogens führen zu übermäßig stabilen Gerinnseln, die mit Thrombosen einhergehen.
- : Patienten mit Multiples Myelom oder Amyloidose bilden oft abnorme Proteine, die die Fibrinbildung hemmen.
- : Medikamente wie Heparin (z. B. zur Thromboseprophylaxe) oder direkte Thrombinhemmer (Dabigatran) verlängern die TZ, da sie Thrombin blockieren. Auch Hirudin (aus Blutegeln) oder Argatroban (bei HIT-Syndrom) wirken ähnlich.
Was kann bei abweichenden Thrombinzeit-Werten helfen?
- : Ein Funktionstest (Clauss-Methode) und antigenbasierte Tests klären, ob ein Mangel oder eine Fehlfunktion vorliegt.
- : Bei unerklärlichen Blutungen (Nasenbluten, Hautblutungen) oder Thrombosen (Schwellung, Rötung) sofort ärztliche Hilfe suchen.
- : Bei Verdacht auf Heparin-Einfluss wird ein Reptilasezeit-Test durchgeführt, der heparinunabhängig ist.
- : Fibrinogensubstitution: Bei schwerem Mangel (Hypofibrinogenämie < 1 g/L) kommen Kryopräzipitat oder gefrorenes Frischplasma zum Einsatz. Heparinantagonisierung: Bei versehentlicher Überdosierung kann Protamin die TZ normalisieren. Thrombinhemmer-Anpassung: Bei Dabigatran wird bei Blutungen ein idarucizumab-Antikörper verwendet.
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