fT4 Biomarker: Schilddrüsenfunktion im Labor bewerten - Laborwert, Normwerte und klinische Bedeutung
Der Biomarker fT4 (freies Thyroxin) ist ein zentraler Parameter in der Labormedizin zur Messung der biologisch aktiven Schilddrüsenhormonkonzentration. Er wird zur Diagnostik und Therapieüberwachung von Hypo- und Hyperthyreosen eingesetzt und ermöglicht eine präzise Beurteilung der Schilddrüsenfunktion für eine zielgerichtete Behandlung.
Kategorie: Hormone
Referenzbereich: 0.9 - 2.3
Was ist fT4?
fT4 ist ein Labormarker, der in der medizinischen Diagnostik verwendet wird. Er gehört zur Kategorie Hormone. Der normale Referenzbereich liegt bei 0.9 - 2.3.
Der Biomarker fT4 (freies Thyroxin) ist ein zentraler Parameter in der Labormedizin zur Messung der biologisch aktiven Schilddrüsenhormonkonzentration. Er wird zur Diagnostik und Therapieüberwachung von Hypo- und Hyperthyreosen eingesetzt und ermöglicht eine präzise Beurteilung der Schilddrüsenfunktion für eine zielgerichtete Behandlung.
Detaillierte Informationen zu fT4
Ergebniserklärung
Was bedeuten niedrige Werte?
Was bedeuten hohe Werte?
Risikofaktoren für abweichende fT4-Werte
- : Schwere Infektionen, Krebs, Herz- oder Nierenversagen: "Non-Thyroidal Illness Syndrome" (NTIS) senken fT4.
- : Chemotherapie oder Strahlentherapie: Schädigen das Knochenmark und beeinflussen die Hormonproduktion.
- : Morbus Basedow (Graves’ Disease): Autoimmunerkrankung, die die Schilddrüse überaktiviert. Toxische Adenome oder multinoduläre Struma: Überaktive Knoten in der Schilddrüse. Thyroiditis: Entzündung der Schilddrüse, die Hormone freisetzt. Überdosierung von Schilddrüsenhormonen: Zu viel Levothyroxin (T4) oder Liothyronin (T3).
- : Hashimoto-Thyreoiditis: Autoimmunerkrankung, die die Schilddrüse schädigt. Jodmangel: Beeinträchtigt die Hormonproduktion, vor allem in Regionen ohne Jodsalz. Schilddrüsenoperation oder Radiojodtherapie: Reduzierte Hormonproduktion nach Behandlung.
- : TSH-produzierende Tumoren: Hypophysenadenome, die TSH freisetzen. Genetische Albuminvarianten: Falsch hohe Messwerte durch verändertes Transportprotein.
- : Jodhaltige Medikamente: Amiodaron (Herzmedikament) oder Kontrastmittel. Steroide: Dexamethason kann fT4-Werte erhöhen. Lithium, Interferon-alpha stören die Schilddrüsenfunktion.
Was kann bei abweichenden fT4-Werten helfen?
- : Bluttests: TSH, fT3, fT4 und Schilddrüsenantikörper (TRAK, TPO-AK) prüfen. Bildgebung: Ultraschall der Schilddrüse bei Verdacht auf Knoten oder Entzündungen.
- : Jodreiche Lebensmittel (z. B. jodiertes Salz) und gesunde Fette zur Unterstützung der Schilddrüsenfunktion.
- : Chronischer Stress kann die Schilddrüsenfunktion beeinflussen.
- : Levothyroxin-Therapie: Dosierung anhand von TSH-Werten anpassen. Regelmäßige Kontrollen: TSH und fT4 alle 3–6 Monate prüfen.
- : Antithyroidale Medikamente: Methimazol oder Propylthiouracil zur Hemmung der Hormonproduktion. Radiojodtherapie oder Operation: Bei autonomen Knoten oder Morbus Basedow.
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