Fragebogen-Methodik
Wie Elara Fragebögen für ME/CFS, FUNCAP-27 und Fibromyalgie einordnet: Kriterien, Score-Logik, Grenzen und sichere Interpretation.
Was die Fragebögen leisten
Die Fragebögen strukturieren Symptome, Belastung und funktionelle Einschränkungen. Sie sind als Dokumentations- und Orientierungsebene gedacht.
- Symptome werden entlang definierter Kriteriengruppen erfasst.
- Scores machen Muster sichtbarer, ersetzen aber keine klinische Bewertung.
- Ergebnisse eignen sich besonders für Verlauf, Selbstbeobachtung und Vorbereitung ärztlicher Gespräche.
Was sie nicht leisten
Ein Selbst-Check kann keine Ausschlussdiagnostik durchführen und keine individuelle Behandlung festlegen.
- Keine Ergebnis-Seite stellt eine gesicherte Diagnose.
- Andere Ursachen, Komorbiditäten und Warnzeichen müssen medizinisch beurteilt werden.
- Akute oder plötzlich schwere Symptome gehören nicht in einen Selbsttest, sondern in medizinische Abklärung.
Wie Ergebnisse gelesen werden sollten
Ein einzelner Score ist nur ein Ausschnitt. Nützlicher wird er, wenn er mit Zeitverlauf, PEM, Belastung und Alltag verbunden wird.
- Bei ME/CFS ist PEM-Kontext zentral, weil Symptome verzögert nach Belastung schlechter werden können.
- Bei FUNCAP-27 zählt vor allem funktionelle Kapazität im Alltag, nicht nur Symptomstärke.
- Beim Fibromyalgie-Check sollten WPI und Symptom-Schwere gemeinsam betrachtet werden.
Fragebogen-Pfade
Jedes Assessment sollte mit seinem Zweck und seinen Grenzen gelesen werden.
ME/CFS Symptom-Check
Orientiert sich an den Kanadischen Konsensus-Kriterien und strukturiert ME/CFS-nahe Symptomgruppen.
FUNCAP-27 Fragebogen
Erfasst funktionelle Einschränkungen und Alltagskapazität bei ME/CFS-orientierten Verläufen.
Fibromyalgie Symptom-Check
Nutzt eine ACR-orientierte Logik aus Schmerzverteilung und Symptom-Schwere.
Häufige Methodik-Fragen
Sind die Elara-Fragebögen diagnostische Tests?
Nein. Sie sind strukturierte Selbst-Checks zur Orientierung und Dokumentation. Eine Diagnose erfordert medizinische Beurteilung und gegebenenfalls Ausschluss anderer Ursachen.
Warum sind Fragebogen-Ergebnisse trotzdem nützlich?
Sie können Beschwerden, funktionelle Einschränkungen und zeitliche Muster präziser sichtbar machen. Das hilft bei Selbstbeobachtung und bei Gesprächen mit Ärztinnen oder Ärzten.
Warum verbindet Elara Fragebögen mit Pacing und Verlauf?
Viele chronische Erkrankungen schwanken. Ein Ergebnis wird belastbarer, wenn es mit Symptomen, Belastung, Erholung und wiederholten Messpunkten verbunden wird.
Wann sollte ein Ergebnis ärztlich besprochen werden?
Wenn Symptome neu, stark, anhaltend, zunehmend oder alltagsbegrenzend sind, sollte das Ergebnis medizinisch eingeordnet werden. Bei akuten Warnzeichen ist unmittelbare medizinische Hilfe wichtiger als ein Fragebogen.
Elara-Fragebögen dienen der Information, Orientierung und Dokumentation. Sie ersetzen keine ärztliche Diagnose, Notfallversorgung oder Behandlung.