Natrium, korrigiert bezeichnet in diesem Katalog einen hämatokrit-korrelierten Wert aus einer Vollblutmineralanalyse. Bei dieser Untersuchung werden Mineralstoffe im Vollblut gemessen. Der Hämatokrit kann den Vollblut-Messwert beeinflussen; manche Labore bieten deshalb eine rechnerische HK-Korrelation an. Der hier hinterlegte Bereich von 1900–2050 mg/l gehört zu diesem methodenspezifischen Vollblut-Kontext und darf nicht mit dem üblichen Serum- oder Plasma-Natrium in mmol/l verglichen werden.
Diese Korrektur ist nicht die klinische Glukosekorrektur des Serum-Natriums bei ausgeprägter Hyperglykämie. Das sind unterschiedliche Mess- und Berechnungskonzepte. Die HK-Korrelation selbst ist ebenfalls nicht universell; das IMD Berlin weist auf methodische Grenzen hin.
Für die Einordnung zählen Probenmaterial, Einheit, Methode und Referenzbereich auf dem Originalbefund. Für Störungen des Wasser- und Elektrolythaushalts ist in der Routine das Serum- oder Plasma-Natrium der relevante klinische Parameter, nicht dieser Vollblut-Korrekturwert.