AMH-Bestimmung: Ovarielle Reserve und Fruchtbarkeit - Laborwert, Normwerte und klinische Bedeutung
Der Biomarker Anti-Müller-Hormon (AMH) ist ein Laborparameter zur Bestimmung der ovariellen Reserve bei Frauen und ein zuverlässiger Marker für die Fruchtbarkeit. Er wird in der gynäkologischen Diagnostik und Kinderwunschbehandlung eingesetzt, um Rest-Eizellreserve, Menopause-Prognose und Erfolgsaussichten bei künstlicher Befruchtung (IVF) zu beurteilen. Dank seiner Zyklusstabilität und hohen Aussagekraft ist der AMH-Test unverzichtbar in der reproduktiven Endokrinologie und Hormontherapie.
Kategorie: Hormone
Referenzbereich: 1 - 10.6
Was ist AMH?
AMH ist ein Labormarker, der in der medizinischen Diagnostik verwendet wird. Er gehört zur Kategorie Hormone. Der normale Referenzbereich liegt bei 1 - 10.6.
Der Biomarker Anti-Müller-Hormon (AMH) ist ein Laborparameter zur Bestimmung der ovariellen Reserve bei Frauen und ein zuverlässiger Marker für die Fruchtbarkeit. Er wird in der gynäkologischen Diagnostik und Kinderwunschbehandlung eingesetzt, um Rest-Eizellreserve, Menopause-Prognose und Erfolgsaussichten bei künstlicher Befruchtung (IVF) zu beurteilen. Dank seiner Zyklusstabilität und hohen Aussagekraft ist der AMH-Test unverzichtbar in der reproduktiven Endokrinologie und Hormontherapie.
Detaillierte Informationen zu AMH
Ergebniserklärung
Was bedeuten niedrige Werte?
Was bedeuten hohe Werte?
Risikofaktoren für abweichende AMH-Werte
- : Mit zunehmendem Alter sinkt der AMH-Wert, da die Anzahl der Follikel im Eierstock natürlicherweise abnimmt.
- : Erkrankungen wie Endometriose oder genetische Anomalien können die Ovarialreserve und damit die AMH-Werte beeinflussen.
Was kann bei abweichenden AMH-Werten helfen?
- : Eine ausgewogene Ernährung, Vermeidung von Rauchen und die Minimierung von Umweltgiften unterstützen die Ovarialgesundheit.
Häufig gestellte Fragen zu AMH
Was bedeuten erhöhte AMH-Werte?
Ein erhöhter Anti-Müller-Hormon-(AMH-)Spiegel deutet häufig auf eine erhöhte Follikelreserve oder ein polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS) hin. Frauen mit PCOS haben oft viele kleine, ruhende Eibläschen, die vermehrt AMH produzieren. Ein isoliert hoher Wert ist kein Befund für eine Erkrankung, sollte aber im Kontext von Zyklusstörungen, Hormonprofil und Ultraschall beurteilt werden, um eine genaue Diagnose zu stellen.
Was bedeuten erniedrigte AMH-Werte?
Niedrige AMH-Werte sprechen für eine verminderte ovarielle Reserve, wie sie mit zunehmendem Alter oder nach Chemotherapie auftreten kann. Auch eine vorzeitige Ovarialinsuffizienz kann dahinterstecken. Ein niedriger Wert allein ist keine Diagnose, aber ein Hinweis auf potenzielle Fruchtbarkeitsprobleme. Zur weiteren Abklärung gehören Hormonstatus, Zyklusprotokoll und gegebenenfalls eine ovarielle Ultraschalluntersuchung.
Wie wird der AMH-Test durchgeführt und wann ist der beste Zeitpunkt?
Der AMH-Test erfolgt durch eine einfache Blutentnahme, idealerweise in einem gut ausgeruhten Zustand ohne Fasten. Da AMH über den Zyklus hinweg relativ konstant bleibt, ist der genaue Zyklustag weniger relevant. Viele Labore messen den Wert unabhängig von Zyklustagen, was den Test flexibel macht. Die Ergebnisse liegen meist innerhalb weniger Tage vor und werden in ng/ml oder pmol/l angegeben.
Wie kann ich meinen AMH-Wert verbessern oder stabilisieren?
Direkte Maßnahmen zur Erhöhung des AMH sind limitiert, da der Wert die angeborene Eizellreserve widerspiegelt. Ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, moderatem Sport und Stressreduktion kann die allgemeine Hormonbalance unterstützen. Rauchen sollte vermieden werden. Manche Studien prüfen Mikronährstoffe wie Vitamin D, ohne eindeutige Empfehlungen. Eine ärztliche Beratung zu individuellen Maßnahmen ist sinnvoll.
Welche Symptome deuten auf abweichende AMH-Werte hin und wann sollte man ärztlichen Rat suchen?
Zyklusstörungen (Ausbleiben oder Unregelmäßigkeiten), Kinderwunschprobleme, verstärkter Haarwuchs (Hirsutismus) oder Gewichtszunahme können auf PCOS mit hohem AMH hinweisen. Bei niedrigen Werten treten Fruchtbarkeitsstörungen und frühe Wechseljahrsbeschwerden auf. Bei ausgeprägten Zyklusproblemen, unerfülltem Kinderwunsch oder hormonellen Veränderungen empfiehlt sich eine hausärztliche oder gynäkologische Abklärung.
Über Elara Health Laborwert-Datenbank
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