Ferritin: Blutwert, Normbereich und klinische Bedeutung - Laborwert, Normwerte und klinische Bedeutung
Ferritin ist ein in der Labormedizin eingesetztes Eisenspeicherprotein, dessen Serum-Ferritin-Konzentration den Eisenstatus im Körper zuverlässig widerspiegelt. Der Ferritin-Labortest wird zur Diagnose von Eisenmangelanämie und Eisenüberladung (z. B. Hämochromatose) eingesetzt und unterstützt die Therapieüberwachung bei chronischen Entzündungen. Als essenzieller Biomarker liefert der Ferritinwert wichtige Informationen für eine präzise Diagnostik und zielgerichtete Behandlung.
Kategorie: Blut
Referenzbereich: 30 - 400
Was ist Ferritin?
Ferritin ist ein Labormarker, der in der medizinischen Diagnostik verwendet wird. Er gehört zur Kategorie Blut. Der normale Referenzbereich liegt bei 30 - 400.
Ferritin ist ein in der Labormedizin eingesetztes Eisenspeicherprotein, dessen Serum-Ferritin-Konzentration den Eisenstatus im Körper zuverlässig widerspiegelt. Der Ferritin-Labortest wird zur Diagnose von Eisenmangelanämie und Eisenüberladung (z. B. Hämochromatose) eingesetzt und unterstützt die Therapieüberwachung bei chronischen Entzündungen. Als essenzieller Biomarker liefert der Ferritinwert wichtige Informationen für eine präzise Diagnostik und zielgerichtete Behandlung.
Detaillierte Informationen zu Ferritin
Ergebniserklärung
Was bedeuten hohe Werte?
Risikofaktoren für abweichende Ferritin-Werte
- : Exzessiver Alkoholkonsum kann die Eisenaufnahme stören und zu niedrigen Ferritinwerten führen.
- : Bei einer vegetarischen Ernährung kann es zu Eisenmangel kommen, da pflanzliche Eisenquellen vom Körper weniger effizient aufgenommen werden.
- : Während der Schwangerschaft kann der Eisenbedarf steigen, was zu niedrigeren Ferritinwerten führen kann.
Was kann bei abweichenden Ferritin-Werten helfen?
- : Mit Vitamin A und C wird Eisen besser aufgenommen. Diese Vitamine sind in Zitrusfrüchten, Paprika, Mango und Tomaten enthalten.
- : Viele pflanzliche und tierische Produkte enthalten Eisen z. B. Fleisch, Schalentiere, Blattgemüse oder Quinoa.
- : Kaffee, Tee und Kuhmilch können die Eisenaufnahme verschlechtern. Große Mengen können den Eisenspiegel senken.
Häufig gestellte Fragen zu Ferritin
Was bedeutet ein erhöhter Ferritin-Wert im Blut und welche Symptome können damit verbunden sein?
Ein erhöhter Ferritin-Wert im Blut deutet häufig auf eine Eisenüberladung oder eine akute Entzündungsreaktion hin. Ursachen können Hämochromatose, Lebererkrankungen oder Infektionen sein. Begleitende Symptome sind Müdigkeit, Gelenkschmerzen, Gewichtsverlust oder Leberschäden (z.B. Gelbsucht). Da Ferritin auch als Akut-Phase-Protein fungiert, sollte bei erhöhten Werten immer eine genaue Abklärung erfolgen, um Grunderkrankungen auszuschließen oder gezielt zu behandeln.
Was bedeutet ein erniedrigter Ferritin-Wert und welche Symptome können damit verbunden sein?
Ein erniedrigter Ferritin-Wert weist auf Eisenmangel oder chronischen Blutverlust hin. Häufige Ursachen sind Menstruation, Schwangerschaft, chronische Entzündungen oder Magen-Darm-Blutungen. Typische Symptome sind Müdigkeit, Schwindel, Blässe, Kopfschmerzen, brüchige Nägel und Haarausfall. Da Ferritin der wichtigste Eisenspeicherparameter ist, hilft seine Bestimmung, einen beginnenden Eisenmangel frühzeitig zu erkennen und eine ausreichende Eisenzufuhr zu planen.
Wie wird der Ferritin-Bluttest durchgeführt?
Der Ferritin-Bluttest erfolgt ambulant durch eine einfache venöse Blutentnahme. Eine spezielle Vorbereitung ist in der Regel nicht nötig, lediglich kurz zuvor keine Blutspende. Informieren Sie das Laborpersonal über Medikamente oder Vorerkrankungen. Die Probe wird im Labor mittels Immunoassay analysiert. Die Auswertung dauert meist ein bis zwei Tage. Anschließend bespricht der Arzt das Ergebnis und mögliche Ursachen mit Ihnen.
Wie kann man einen zu niedrigen Ferritin-Wert natürlich verbessern und normalisieren?
Ein niedriger Ferritin-Wert lässt sich durch eisenreiche Ernährung und Lebensstil-Anpassungen verbessern. Empfehlenswert sind rotes Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte, grünes Blattgemüse und Vollkornprodukte. Vitamin-C-reiche Lebensmittel wie Zitrusfrüchte oder Paprika fördern die Eisenaufnahme. Gleichzeitig sollte man den Konsum von Kaffee, schwarzem Tee und Milchprodukten während der Mahlzeiten einschränken, da sie die Eisenresorption hemmen. Nach drei bis sechs Monaten empfiehlt sich eine Kontrolle des Ferritin-Werts.
Wann sollte man bei abweichendem Ferritin-Wert einen Arzt aufsuchen?
Sie sollten einen Arzt konsultieren, wenn Ihr Ferritin-Wert deutlich erhöht oder erniedrigt ist und von Symptomen wie starker Müdigkeit, Schwindel, Gelenkschmerzen oder Gelbsucht begleitet wird. Auch bei unklaren Ursachen, chronischen Entzündungen oder anhaltendem Verdacht auf Blutverlust ist eine fachärztliche Abklärung notwendig. Hausarzt oder Hämatologe können dann weitere Diagnostik (z.B. Leberwerte, Blutbild, Eisenparameter) veranlassen und Behandlungsschritte empfehlen.
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