Bicarbonat im Blut: Wichtiger Säure-Base-Biomarker - Laborwert, Normwerte und klinische Bedeutung
Der Biomarker Bicarbonat (HCO₃⁻) ist ein zentraler Elektrolyt in der Labormedizin zur exakten Beurteilung des Säure-Basen-Haushalts im Blut und wird routinemäßig in der Blutgasanalyse gemessen. Er dient der Diagnose und Überwachung von metabolischer Azidose und Alkalose sowie der Kontrolle der Nierenfunktion. Eine präzise Bestimmung des Bicarbonatspiegels ist essenziell, um pH-Störungen frühzeitig zu erkennen und Therapieentscheidungen gezielt zu unterstützen.
Kategorie: Blut
Referenzbereich: 22 - 29
Was ist Bicarbonat?
Bicarbonat ist ein Labormarker, der in der medizinischen Diagnostik verwendet wird. Er gehört zur Kategorie Blut. Der normale Referenzbereich liegt bei 22 - 29.
Der Biomarker Bicarbonat (HCO₃⁻) ist ein zentraler Elektrolyt in der Labormedizin zur exakten Beurteilung des Säure-Basen-Haushalts im Blut und wird routinemäßig in der Blutgasanalyse gemessen. Er dient der Diagnose und Überwachung von metabolischer Azidose und Alkalose sowie der Kontrolle der Nierenfunktion. Eine präzise Bestimmung des Bicarbonatspiegels ist essenziell, um pH-Störungen frühzeitig zu erkennen und Therapieentscheidungen gezielt zu unterstützen.
Detaillierte Informationen zu Bicarbonat
Ergebniserklärung
Was bedeuten niedrige Werte?
Was bedeuten hohe Werte?
Risikofaktoren für abweichende Bicarbonat-Werte
- : - Nierenerkrankungen mit verminderter Ausscheidung von Säuren. - Diabetische Ketoazidose durch Insulinmangel sowie vermehrte Bildung saurer Ketonkörper. - Stoffwechselstörungen mit gesteigerter Säureproduktion. - Vergiftungen (z. B. Ethylenglykol), die den Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht bringen. - Anorexie mit geringerer Nahrungsaufnahme.
- : Überdosierung von Aspirin mit verstärkter Säurebildung kann zu niedrigen Bicarbonat-Werten führen.
- : Bei Dehydrierung mit konzentrierterem Blut kann der Bicarbonat-Wert erhöht sein.
- : Anhaltende Übelkeit oder Erbrechen mit Säureverlust können zu erhöhten Werten führen.
Was kann bei abweichenden Bicarbonat-Werten helfen?
- : - Reduziere gegebenenfalls die Einnahme von Bicarbonat-haltigen Medikamenten nach Rücksprache mit deinem Arzt. - Lass mögliche Lungenerkrankungen oder Störungen des Säure-Basen-Haushalts abklären
- : - Achte auf eine ausgewogene Ernährung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr. - Vermeide übermäßigen Konsum von säurehaltigen Lebensmitteln. - Folge den Anweisungen deines Arztes zur Behandlung zugrunde liegender Erkrankungen wie Diabetes oder Nierenprobleme.
Häufig gestellte Fragen zu Bicarbonat
Was bedeuten erhöhte oder erniedrigte Bicarbonatwerte im Blut?
Erhöhte Bicarbonatwerte deuten meist auf eine metabolische Alkalose hin, zum Beispiel durch übermäßige Einnahme von Antazida oder Erbrechen. Erniedrigte Werte sprechen für eine metabolische Azidose, etwa bei Diabetes, Niereninsuffizienz oder Durchfall. Auch respiratorische Störungen können die Bicarbonatkonzentration ausgleichen. Abweichungen zeigen immer eine gestörte Säure-Basen-Balance an und erfordern eine ärztliche Abklärung, um die zugrunde liegende Ursache zu klären.
Wie wird der Bicarbonat-Test durchgeführt?
Der Bicarbonatwert wird üblicherweise im Rahmen eines Blutgasanalyse- oder basischen Stoffwechselprofils bestimmt. Dabei entnimmt ein Fachpersonal eine venöse oder, seltener, arterielle Blutprobe. Im Labor erfolgt die Messung elektrochemisch oder photometrisch. Die Untersuchung erfordert keine spezielle Vorbereitung, kann aber bei Blutgasanalyse eine kurzzeitige Ruhephase vor der Entnahme voraussetzen. Das Ergebnis liegt meist binnen Stunden vor.
Mit welchen Symptomen können Abweichungen des Bicarbonatwertes einhergehen?
Ein erhöhter Bicarbonatwert kann zu Muskelkrämpfen, Kribbeln an Händen oder Füßen und Reizbarkeit führen. Niedrige Werte äußern sich oft durch schnelle Atmung, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Übelkeit. In schweren Fällen kann es zu Bewusstseinsstörungen, Herzrhythmusstörungen oder Kreislaufproblemen kommen. Da Symptome unspezifisch sind, ist eine Blutuntersuchung entscheidend, um eine Störung der Säure-Basen-Regulation zu bestätigen.
Wie kann ich meinen Bicarbonatwert verbessern oder normalisieren?
Zur Normalisierung sollte man zunächst die zugrunde liegende Ursache behandeln lassen. Ausgewogene Flüssigkeitszufuhr und eine basenreiche Ernährung mit Gemüse und Obst unterstützen die Säure-Basen-Balance. Eine zu hohe Zufuhr von Natrium-Bicarbonat über Medikamente oder Diät-Supplements ohne ärztliche Anweisung ist nicht empfehlenswert. Regelmäßige Kontrolle der Blutwerte und Rücksprache mit dem behandelnden Arzt helfen, den Bicarbonatspiegel stabil zu halten.
Wann sollte ich wegen eines abweichenden Bicarbonatwertes einen Arzt aufsuchen?
Ein einmalig leicht veränderter Wert ist oft harmlos, sollte aber kontrolliert werden. Bei anhaltenden Abweichungen, verbunden mit Symptomen wie starker Atemnot, anhaltender Übelkeit, Bewusstseinsstörungen oder Herzrasen, ist zeitnah ein Arztbesuch nötig. Auch bei chronischen Erkrankungen wie Nierenproblemen oder Diabetes empfiehlt sich regelmäßige Überwachung der Bicarbonatwerte, um Komplikationen frühzeitig zu erkennen.
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