Lipase im Fokus: Wichtige Informationen zum Biomarker in der Labormedizin - Laborwert, Normwerte und klinische Bedeutung
Lipase ist ein wichtiger Biomarker in der Labormedizin, der hauptsächlich zur Diagnose und Überwachung von Pankreatitis sowie anderen Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse eingesetzt wird. Durch die Messung der Lipase im Blut können Ärzte Entzündungen oder Funktionsstörungen frühzeitig erkennen, was für eine effektive Behandlung entscheidend ist. Daher spielt die Lipase-Bestimmung eine zentrale Rolle in der Gastroenterologie und der Diagnostik von Bauchspeicheldrüsenerkrankungen.
Kategorie: Stoffwechsel
Referenzbereich: 13 - 60
Was ist Lipase?
Lipase ist ein Labormarker, der in der medizinischen Diagnostik verwendet wird. Er gehört zur Kategorie Stoffwechsel. Der normale Referenzbereich liegt bei 13 - 60.
Lipase ist ein wichtiger Biomarker in der Labormedizin, der hauptsächlich zur Diagnose und Überwachung von Pankreatitis sowie anderen Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse eingesetzt wird. Durch die Messung der Lipase im Blut können Ärzte Entzündungen oder Funktionsstörungen frühzeitig erkennen, was für eine effektive Behandlung entscheidend ist. Daher spielt die Lipase-Bestimmung eine zentrale Rolle in der Gastroenterologie und der Diagnostik von Bauchspeicheldrüsenerkrankungen.
Detaillierte Informationen zu Lipase
Ergebniserklärung
Was bedeuten niedrige Werte?
Was bedeuten hohe Werte?
Risikofaktoren für abweichende Lipase-Werte
- : Menschen mit der Blutgruppe B oder einem FUT2-Non-Secretor-Status (genetisch bedingte Stoffwechselbesonderheit) haben ein bis zu 2,5-fach höheres Risiko für chronische Pankreatitis und damit verbundene Lipaseerhöhungen.
- : Bei eingeschränkter Nierenfunktion wird Lipase nicht mehr ausreichend abgebaut, was zu erhöhten Werten führt. Dies tritt vor allem bei fortgeschrittener Niereninsuffizienz auf.
- : Eine akute oder chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse ist die häufigste Ursache für stark erhöhte Lipasewerte. Auslöser sind oft Gallensteine (über 50 % der Fälle) oder übermäßiger Alkoholkonsum (20–40 % der Fälle). Bei einer akuten Pankreatitis steigt die Lipase typischerweise auf mehr als das Dreifache des Normwerts an.
- : Bestimmte Arzneimittel können die Lipaseproduktion stören. Dazu gehören Checkpoint-Inhibitoren (bei Krebsbehandlung), Azathioprin (Immunsuppressivum) und Diuretika wie Furosemid. Auch eine Überdosierung von Metformin (Diabetesmedikament) kann zu Problemen führen.
- : Ein hoher Alkoholkonsum schädigt langfristig die Bauchspeicheldrüse. Auch fettreiche Mahlzeiten oder Hypertriglyceridämie (extrem erhöhte Blutfette) können akute Entzündungen auslösen.
Was kann bei abweichenden Lipase-Werten helfen?
- : Vollständiger Verzicht ist bei alkoholbedingten Entzündungen entscheidend.
- : Bildgebende Verfahren: Bei asymptomatischen Erhöhungen wird oft eine MRT oder Ultraschalluntersuchung empfohlen, um Tumore oder Veränderungen der Bauchspeicheldrüse zu erkennen. Blutuntersuchungen: Überprüfung von Nierenwerten, Leberenzymen und Entzündungsmarkern wie CRP.
- : Bei chronischer Pankreatitis oder Enzymmangel hilft eine fettarme Kost (max. 40 % der täglichen Kalorien). Verwende Enzympräparate (z. B. Pankreatin) zu fetthaltigen Mahlzeiten – die Dosierung richtet sich nach dem Fettgehalt (2.000–4.000 Lipase-Einheiten pro Gramm Fett).
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