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Fibromyalgie-Diagnose: Wie wird Fibromyalgie festgestellt?

Fibromyalgie wird klinisch anhand der ACR-Kriterien und durch Ausschluss anderer Ursachen diagnostiziert. Welcher Arzt zuständig ist und warum es keinen Bluttest gibt.

Kurzantwort

Fibromyalgie wird klinisch diagnostiziert – anhand der ACR-Kriterien und durch Ausschluss anderer Ursachen.

Maßgeblich sind heute der Widespread Pain Index (WPI) und der Symptom-Schwere-Score (SSS), nicht mehr die alten 18 Druckpunkte.

Einen beweisenden Bluttest gibt es nicht; Laborwerte dienen dem Ausschluss anderer Erkrankungen.

Eine der häufigsten Fragen lautet: Wie wird Fibromyalgie überhaupt festgestellt, wenn im Labor nichts auffällt? Die Antwort: über ein klar definiertes klinisches Vorgehen. Diese Seite erklärt die ACR-Kriterien, die Rolle der Ausschlussdiagnostik und wer die Diagnose stellt.

Die wichtigsten Punkte

  • Diagnose über die ACR-Kriterien 2010/2016 (WPI + SSS).

  • Labor dient dem Ausschluss, nicht dem Beweis.

  • Zuständig sind oft Schmerzmedizin, Rheumatologie oder Neurologie.

  • Ein Selbsttest gibt Orientierung, ersetzt aber keine Diagnose.

Autor

Frederik Marquart

Founder & CEO, Elara Health

Fachliche Einordnung

Elara Health Medical & Research Review

Wissenschaftliche und patientennahe Qualitätsprüfung

Letztes Update

12. Juni 2026

Die ACR-Kriterien: WPI und Symptom-Schwere-Score

Seit 2010/2016 stützt sich die Diagnose auf zwei Bausteine: den Widespread Pain Index (WPI), der erfasst, in wie vielen Körperregionen Schmerzen bestehen, und den Symptom-Schwere-Score (SSS) für Erschöpfung, Schlaf und kognitive Beschwerden.

Damit hat sich der Blick verschoben: Es geht nicht mehr darum, eine bestimmte Anzahl von Druckpunkten zu ertasten, sondern das Gesamtmuster aus verbreitetem Schmerz und Symptomschwere über mindestens drei Monate zu bewerten.

Warum es keinen Bluttest gibt

Es gibt keinen Labor- oder Bildgebungsbefund, der Fibromyalgie beweist. Untersuchungen wie Blutbild, Entzündungswerte, Schilddrüse, Vitamin D oder rheumatologische Marker dienen dazu, andere Erkrankungen mit ähnlichen Beschwerden auszuschließen.

Konkrete Laborwerte und ihre Bedeutung lassen sich in der Biomarker-Übersicht nachschlagen. Ein unauffälliges Labor spricht nicht gegen Fibromyalgie – im Gegenteil, es ist Teil des diagnostischen Wegs.

  • Blutbild und Entzündungswerte (z. B. CRP, BSG)

  • Schilddrüse (TSH) und Vitamin D

  • rheumatologische Marker zum Ausschluss

  • Ziel: andere Ursachen erkennen, nicht Fibromyalgie beweisen

Welcher Arzt – und wozu ein Selbsttest?

Es gibt keinen „Fibromyalgie-Facharzt“. Die Abklärung beginnt oft hausärztlich; für die weitere Einordnung sind Schmerzmedizin, Rheumatologie oder Neurologie typische Anlaufstellen. Termine sind allerdings häufig knapp.

Ein strukturierter Selbsttest entlang der ACR-Kriterien kann eine erste Orientierung geben und das Arztgespräch vorbereiten. Er ersetzt keine ärztliche Diagnose, hilft aber, Symptome geordnet zu beschreiben.

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FAQ

Gibt es einen Bluttest für Fibromyalgie?

Nein. Es gibt keinen beweisenden Bluttest. Laborwerte werden genutzt, um andere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen auszuschließen.

Welcher Arzt stellt die Fibromyalgie-Diagnose?

Häufig beginnt die Abklärung hausärztlich. Für die weitere Einordnung sind Schmerzmedizin, Rheumatologie oder Neurologie zuständig – einen eigenen „Fibromyalgie-Arzt“ gibt es nicht.

Was sind die ACR-Kriterien?

Diagnosekriterien des American College of Rheumatology. Seit 2010/2016 bewerten sie verbreiteten Schmerz (WPI) und Symptomschwere (SSS) statt der früheren 18 Druckpunkte.

Kann ich mich selbst auf Fibromyalgie testen?

Ein Selbsttest entlang der ACR-Kriterien kann eine Orientierung geben, ob das Symptommuster passt. Eine gesicherte Diagnose stellt aber immer eine Ärztin oder ein Arzt.

Redaktionelle Standards

Jeder Beitrag wird redaktionell geprüft, medizinisch eingeordnet und mit überprüfbaren Quellen belegt.

Geprüfter Inhalt mit 3 Quellen

Bildungsinhalt zur Einordnung – ersetzt keine ärztliche Diagnose

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