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Was ist Fibromyalgie?

Fibromyalgie ist eine chronische Störung der Schmerzverarbeitung mit verbreiteten Schmerzen, Erschöpfung und Schlafproblemen – keine Entzündung und keine Einbildung.

Kurzdefinition

Fibromyalgie ist eine chronische Schmerzerkrankung mit verbreiteten Schmerzen in mehreren Körperregionen über mindestens drei Monate.

Ursache ist keine Entzündung oder Organschädigung, sondern eine veränderte, überempfindliche Schmerzverarbeitung (zentrale Sensibilisierung).

Typisch sind zusätzlich Erschöpfung, nicht erholsamer Schlaf und Konzentrationsprobleme („Fibro Fog“).

Fibromyalgie steht für ein Fibromyalgiesyndrom (FMS): eine chronische Erkrankung mit verbreiteten Schmerzen in mehreren Körperregionen, fast immer begleitet von Erschöpfung und Schlafproblemen. Sie ist real und organisch begründet – auch wenn sich im Labor oder Röntgenbild nichts „beweisen“ lässt.

Wesentliche Merkmale

  • verbreitete Schmerzen über mindestens drei Monate

  • veränderte Schmerzverarbeitung statt Entzündung

  • häufig Erschöpfung, Schlafstörungen und Fibro Fog

  • Frauen sind häufiger betroffen als Männer

Autor

Frederik Marquart

Founder & CEO, Elara Health

Fachliche Einordnung

Elara Health Medical & Research Review

Wissenschaftliche und patientennahe Qualitätsprüfung

Letztes Update

12. Juni 2026

Eine Störung der Schmerzverarbeitung

Bei Fibromyalgie verarbeitet das Nervensystem Schmerzreize überempfindlich. Reize, die normalerweise kaum oder nicht schmerzhaft wären, werden verstärkt wahrgenommen. Fachlich spricht man von zentraler Sensibilisierung.

Wichtig ist: Es liegt keine Entzündung und keine fortschreitende Schädigung von Gelenken oder Organen vor. Fibromyalgie ist deshalb auch nicht mit Rheuma im engeren Sinne gleichzusetzen, auch wenn die Beschwerden überlappen können.

Wie häufig ist Fibromyalgie und wen betrifft sie?

Fibromyalgie gehört zu den häufigeren chronischen Schmerzerkrankungen. Frauen erhalten die Diagnose deutlich häufiger als Männer, grundsätzlich kann sie aber in jedem Alter auftreten.

Der Beginn ist oft schleichend. Viele Betroffene berichten, dass sie schon lange unklare Schmerzen hatten, bevor das Muster als Fibromyalgie erkannt wurde.

  • eine der häufigeren chronischen Schmerzerkrankungen

  • Frauen häufiger betroffen als Männer

  • oft schleichender Beginn über Monate bis Jahre

  • keine fortschreitende Gelenk- oder Organschädigung

Warum es keine Einbildung ist

Weil Standarduntersuchungen unauffällig bleiben, hören Betroffene oft, sie würden sich die Beschwerden einbilden. Das ist nicht korrekt: Die veränderte Schmerzverarbeitung ist messbar beschrieben und in Leitlinien anerkannt.

Psychische Belastung, Stress oder frühere belastende Erfahrungen können Symptome verstärken und gehören zur Behandlung dazu – sie sind aber nicht die alleinige Ursache der Erkrankung.

Sechs Ansichten, ein Bild deines Tages

Symptome, Schlaf, Aktivität, Medikamente, Wearables und Laborwerte – an einer Stelle.

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FAQ

Ist Fibromyalgie eine rheumatische Erkrankung?

Fibromyalgie wird oft im rheumatologischen Umfeld betreut, ist aber keine entzündlich-rheumatische Erkrankung. Es kommt nicht zu Gelenkzerstörung wie etwa bei rheumatoider Arthritis.

Verkürzt Fibromyalgie die Lebenserwartung?

Nein. Fibromyalgie führt nicht zu Organschäden und verkürzt nach heutigem Wissen die Lebenserwartung nicht. Sie kann die Lebensqualität aber stark beeinträchtigen.

Wird Fibromyalgie mit der Zeit schlimmer?

Der Verlauf ist sehr unterschiedlich. Fibromyalgie ist nicht fortschreitend im Sinne einer Gewebeschädigung; Beschwerden schwanken oft in Schüben und lassen sich beeinflussen.

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