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Serum protein electrophoresis and amino acid analysis show the protein distribution in blood: Albumin and the globulin fractions (alpha-1, alpha-2, beta, gamma globulin) and amino acids – with reference ranges and the meaning of shifts.
Number of lab values in this category: 58
Serum protein electrophoresis and amino acid analysis show the protein distribution in blood: Albumin and the globulin fractions (alpha-1, alpha-2, beta, gamma globulin) and amino acids – with reference ranges and the meaning of shifts.
Category pages help structure biomarkers, but users often need a symptom-first path to understand why a marker matters.
What this category can do
Serum protein electrophoresis and amino acid analysis show the protein distribution in blood: Albumin and the globulin fractions (alpha-1, alpha-2, beta, gamma globulin) and amino acids – with reference ranges and the meaning of shifts.
Questionnaires
Use structured assessments to complement what a biomarker category can tell you.
Open questionnairesME/CFS
The broader pattern often matters more than a single lab bucket.
Open Long COVID to ME/CFSLab markers
Compare this category with other marker groups and adjacent contexts.
Open the overviewIf this category is not enough
A category page organizes markers, but many users are actually trying to answer broader questions about fatigue, PEM, pacing, or structured symptom documentation.
Questionnaires
Use validated assessments when a biomarker category alone is too narrow for the underlying question.
PEM
When symptoms worsen after activity, the timing pattern can matter more than a category label.
ME/CFS
Use the illness hub when reduced capacity, fatigue, or multisystem symptoms are part of the larger picture.
Adjacent categories
Albumin ist ein wichtiges Eiweiß, das in der Leber gebildet wird und viele Funktionen im Körper erfüllt. Es hilft, Flüssigkeit in den Blutgefäßen zu halten, transportiert Nährstoffe und Hormone und unterstützt den Stoffwechsel. Abweichende Albuminwerte können auf Probleme wie Leber- oder Nierenerkrankungen, Mangelernährung oder Entzündungen hinweisen. Die Messung von Albumin bietet einen wichtigen Einblick in die allgemeine Gesundheit.
Ref: 35 - 52
Albumin im Urin bezeichnet das Vorhandensein des Eiweißes Albumin in der Urinausscheidung. Normalerweise gelangt nur eine sehr geringe Menge Albumin in den Urin, da es in den Nierenfiltern (Glomeruli) zurückgehalten wird. Ein erhöhter Albuminwert im Urin – auch Albuminurie genannt – kann ein früher Hinweis auf Nierenschäden sein, insbesondere bei Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder Bluthochdruck. Die Bestimmung erfolgt meist im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung oder zur Kontrolle des Krankheitsverlaufs.
Ref: <20
Albumin relativ bezeichnet den prozentualen Anteil von Albumin am Gesamteiweiß im Blutserum. Albumin ist das wichtigste Transportprotein im Blut und erfüllt viele lebenswichtige Funktionen, z. B. den Transport von Hormonen, Medikamenten und Fettsäuren sowie die Aufrechterhaltung des kolloidosmotischen Drucks. Der relative Albuminwert wird häufig im Rahmen einer Elektrophorese bestimmt. Ein erniedrigter relativer Albuminwert kann auf Lebererkrankungen, chronische Entzündungen, Nierenerkrankungen oder Mangelernährung hinweisen.
Ref: 55.1-67.0
Der Albuminquotient beschreibt das Verhältnis von Albumin im Liquor zum Albumin im Blut und dient als Marker für die Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke. Die Bestimmung des Albuminquotienten ist ein wichtiger Bestandteil bei der Analyse von Liquorproben und hilft, neurologische Erkrankungen zu diagnostizieren.
Ref: 5 - 15
Alpha-1-Antitrypsin (kurz A1AT) ist ein Eiweißstoff, der vor allem in der Leber gebildet wird und eine wichtige Schutzfunktion im Körper übernimmt. Er hilft dabei, Entzündungen zu kontrollieren und schützt das Lungengewebe vor schädlichen Enzymen, die bei Infektionen oder Reizungen freigesetzt werden.
Ref: 0.9-2
Alpha1-Globulin bezeichnet die absolute Konzentration der Alpha1-Globuline im Blutplasma, gemessen in Gramm pro Liter. Alpha1-Globuline sind spezielle Eiweiße, die vor allem bei Entzündungen oder akuten Erkrankungen vermehrt im Körper auftreten. Sie übernehmen wichtige Aufgaben wie den Transport von Stoffen und die Unterstützung des Immunsystems. Abweichungen vom Normalwert können auf entzündliche Prozesse, Lebererkrankungen oder andere gesundheitliche Störungen hinweisen.
Ref: 2.1 - 3.8
Alpha1-Globulin (%) bezeichnet den prozentualen Anteil der Alpha1-Globuline an den Gesamteiweißen im Blut. Alpha1-Globuline sind eine Gruppe von Eiweißen, die im Blutplasma vorkommen und vor allem bei Entzündungen, Infektionen oder Gewebeschäden erhöht sein können. Sie spielen eine Rolle bei der Immunabwehr und dem Transport bestimmter Substanzen im Körper. Ein erhöhter oder erniedrigter Alpha1-Globulin-Wert kann Hinweise auf verschiedene Erkrankungen geben, z. B. Lebererkrankungen, akute Entzündungen oder einen Eiweißmangel.
Ref: 2.9-5.3
Alpha2-Globulin ist eine Gruppe von Eiweißen im Blutplasma, die wichtige Aufgaben im Körper übernehmen – etwa beim Transport von Hormonen und Enzymen sowie bei der Abwehr von Entzündungen. Der Alpha2-Globulin-Wert kann durch eine Blutuntersuchung gemessen werden, entweder als Prozentanteil an den Gesamteiweißen oder als absolute Konzentration (g/l). Erhöhte oder erniedrigte Werte können auf Entzündungen, Leber- oder Nierenerkrankungen oder andere Störungen hinweisen.
Ref: 5.1 - 8.1
Alpha2-Globulin (%) gibt den prozentualen Anteil der Alpha2-Globuline an den Gesamteiweißen im Blut an. Alpha2-Globuline sind eine Gruppe von Eiweißen, die unter anderem bei Entzündungen, Lebererkrankungen oder bestimmten Stoffwechselstörungen vermehrt auftreten können. Sie spielen eine Rolle beim Transport von Hormonen und Enzymen sowie bei der Immunabwehr. Ein zu hoher oder zu niedriger Wert kann auf gesundheitliche Veränderungen hinweisen und sollte ärztlich abgeklärt werden.
Ref: 7.2-11.2
Alpha-Aminobuttersäure (AABA) ist eine nicht-proteinogene Aminosäure, die als Zwischenprodukt im Stoffwechsel von Methionin und Threonin vorkommt. Sie wird im Rahmen von Aminosäureanalysen bestimmt, um angeborene Stoffwechselstörungen wie die Hyperornithinämie oder die Homocystinurie zu diagnostizieren. Ein erhöhter Spiegel kann auf eine gestörte Aminosäureverwertung hinweisen.
Ref: 10–30 µmol/L (laborabhängig)
Alpha-Fetoprotein (AFP) ist ein Glykoprotein, das während der fetalen Entwicklung in der Leber und im Dottersack produziert wird. Nach der Geburt sinkt der Spiegel normalerweise auf sehr niedrige Werte. AFP wird als Tumormarker bei Leberzellkarzinomen und Keimzelltumoren sowie zur Pränataldiagnostik von Neuralrohrdefekten gemessen. Erhöhte Werte können auch bei Leberzirrhose oder Hepatitis auftreten.
Ref: Erwachsene: <7 ng/mL (laborabhängig)
Amyloid A-Protein (SAA) ist ein Akute-Phase-Protein, das hauptsächlich in der Leber als Reaktion auf Entzündungsreize produziert wird. Es zirkuliert im Blut und wird bei Gewebeschädigung, Infektionen oder chronischen Entzündungen stark erhöht. Die Messung dient der Beurteilung von Entzündungsaktivität, insbesondere bei rheumatischen Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis. SAA kann auch als Vorläuferprotein für sekundäre Amyloidose (AA-Amyloidose) dienen.
Ref: < 10 mg/l (laborabhängig)
Arginin ist eine semi-essentielle Aminosäure, die eine wichtige Rolle im Harnstoffzyklus, bei der Synthese von Stickstoffmonoxid (NO) und als Vorläufer für Kreatin und Polyamine spielt. Gemessen wird Arginin im Blut oder Plasma, um den Aminosäurestoffwechsel zu beurteilen, insbesondere bei Verdacht auf Stoffwechselstörungen oder zur Beurteilung der NO-Produktion.
Ref: 40–120 µmol/L (laborabhängig)
Asparagin ist eine proteinogene Aminosäure, die im Körper aus Asparaginsäure synthetisiert werden kann. Sie spielt eine wichtige Rolle im Proteinstoffwechsel und dient als Vorläufer für die Synthese von Glykoproteinen. Im klinischen Kontext wird Asparagin vor allem im Rahmen von Aminosäureprofilen gemessen, um Störungen des Aminosäurestoffwechsels zu erkennen.
Ref: 30–60 µmol/l (laborabhängig)
Asparaginsäure ist eine proteinogene Aminosäure, die im Körper aus Oxalacetat synthetisiert wird. Sie ist an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt, darunter der Harnstoffzyklus und die Gluconeogenese. Die Messung von Asparaginsäure erfolgt im Rahmen von Aminosäureanalysen zur Diagnose von Stoffwechselstörungen.
Ref: 10–30 µmol/l (laborabhängig)
Beta-2-Glycoprotein I (auch Apolipoprotein H genannt) ist ein im Blut zirkulierendes Glykoprotein, das an Phospholipide bindet und eine wichtige Rolle im Gerinnungssystem spielt. Es wirkt als natürliches Antikoagulans, indem es die Aktivierung von Gerinnungsfaktoren hemmt. Die Messung von Antikörpern gegen Beta-2-Glycoprotein I ist Bestandteil der Diagnostik des Antiphospholipid-Syndroms (APS). Die Bestimmung des Proteins selbst erfolgt seltener, meist im Rahmen von Gerinnungsstörungen.
Ref: 15–30 mg/dl (laborabhängig)
Beta-2-Mikroglobulin ist ein Protein, das als leichte Kette des MHC-Klasse-I-Komplexes auf der Zelloberfläche vorkommt. Es wird im Serum oder Urin gemessen und dient als Marker für die Zellumsatzrate und Nierenfunktion. Erhöhte Werte treten bei lymphoproliferativen Erkrankungen und Niereninsuffizienz auf.
Ref: 1–3 mg/l (Serum, laborabhängig)
β-Globulin ist eine Eiweißgruppe im Blutplasma, die wichtige Aufgaben im Körper übernimmt. Dazu gehören der Transport von Fetten und Eisen, die Beteiligung an der Immunabwehr und der Entzündungsregulation. β-Globuline werden in der Leber gebildet und sind Teil der sogenannten Serum-Eiweiße, die bei einer Eiweiß-Elektrophorese gemessen werden. Veränderungen im β-Globulin-Spiegel können auf Entzündungen, Leber- oder Nierenerkrankungen oder Störungen des Immunsystems hinweisen.
Ref: 5.7 - 10.4
β-Globulin (%) gibt den prozentualen Anteil der Beta-Globuline an den Gesamteiweißen im Blutplasma an. Beta-Globuline sind eine Gruppe von Eiweißen, die unter anderem für den Transport von Fetten, Eisen und Immunglobulinen (Antikörpern) verantwortlich sind. Veränderungen im β-Globulin-Wert können auf Entzündungen, Lebererkrankungen, Stoffwechselstörungen oder Autoimmunerkrankungen hinweisen. Der Wert wird im Rahmen einer Elektrophorese bestimmt, die verschiedene Eiweißfraktionen im Blut sichtbar macht.
Ref: 8.4 - 13.7
Betain (Trimethylglycin) ist ein quaternäres Ammoniumsalz, das als osmotischer Schutzstoff und Methylgruppendonor im Körper fungiert. Es wird im Blut gemessen, um den Betainstatus zu beurteilen, der mit dem Homocystein-Stoffwechsel zusammenhängt. Ein Mangel kann zu erhöhtem Homocystein führen.
Ref: 20–60 µmol/l (laborabhängig)
Calprotectin ist ein kalziumbindendes Protein, das in neutrophilen Granulozyten vorkommt und bei Entzündungen der Darmschleimhaut in das Darmlumen freigesetzt wird. Die Messung im Stuhl dient als nicht-invasiver Marker zur Unterscheidung zwischen entzündlichen Darmerkrankungen (wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa) und funktionellen Störungen (wie Reizdarmsyndrom). Erhöhte Werte weisen auf eine neutrophile Entzündung im Gastrointestinaltrakt hin.
Ref: < 50 µg/g Stuhl (laborabhängig)
Carnosin ist ein Dipeptid, das aus den Aminosäuren Beta-Alanin und Histidin besteht und vor allem in Muskel- und Nervengewebe vorkommt. Es wirkt als Antioxidans, Puffer für Säuren und kann die Glykierung von Proteinen hemmen. Die Bestimmung von Carnosin im Blut oder Urin wird selten durchgeführt, kann aber bei Verdacht auf Carnosin-Mangel oder bestimmte Stoffwechselstörungen (z. B. Carnosinase-Mangel) eingesetzt werden.
Ref: Plasma: 1–5 µmol/l (laborabhängig)
Citrullin im Plasma ist eine nicht-proteinogene Aminosäure, die im Harnstoffzyklus als Zwischenprodukt entsteht. Sie wird vor allem in der Leber und im Darm produziert. Die Bestimmung von Citrullin dient der Beurteilung der Leberfunktion und der Diagnose von Harnstoffzyklusstörungen. Zudem kann sie als Marker für die Darmfunktion (z. B. bei Kurzdarmsyndrom) verwendet werden.
Ref: 10–50 µmol/l (laborabhängig)
Cystin ist eine dimere Aminosäure, die aus zwei Cystein-Molekülen über eine Disulfidbrücke besteht. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Struktur von Proteinen (z. B. Keratin) und im antioxidativen System (Glutathion). Die Bestimmung von Cystin im Blut oder Urin wird vor allem zur Diagnose von Cystinurie (einer angeborenen Transportstörung) und Cystinose (einer Speicherkrankheit) eingesetzt.
Ref: Plasma: 10–50 µmol/l (laborabhängig)
D-Dimere sind Spaltprodukte des quervernetzten Fibrins, die bei der Auflösung von Blutgerinnseln (Fibrinolyse) entstehen. Sie gelten als Marker für die Aktivierung der Gerinnung und Fibrinolyse. Der D-Dimer-Test wird vor allem zur Ausschlussdiagnostik einer tiefen Venenthrombose (TVT) oder Lungenembolie (LE) eingesetzt. Erhöhte Werte sind jedoch nicht spezifisch und können auch bei vielen anderen Erkrankungen wie Infektionen, Malignomen oder nach Operationen auftreten.
Ref: < 0,5 mg/l FEU (laborabhängig)
Eosinophiles kationisches Protein (ECP) ist ein basisches Protein, das von aktivierten eosinophilen Granulozyten freigesetzt wird. Es besitzt zytotoxische Eigenschaften und spielt eine Rolle bei der Abwehr von Parasiten sowie bei allergischen Entzündungsreaktionen. Gemessen wird ECP im Blut oder anderen Körperflüssigkeiten als Marker für die Aktivierung von Eosinophilen, insbesondere bei allergischen Erkrankungen wie Asthma oder atopischer Dermatitis.
Ref: < 15 µg/l (laborabhängig)
γ-Globulin (Gamma-Globulin) ist eine Gruppe von Eiweißen im Blut, die hauptsächlich aus Antikörpern (Immunglobulinen) besteht. Diese Eiweiße sind ein wichtiger Teil des Immunsystems und helfen dem Körper, Viren, Bakterien und andere Krankheitserreger zu erkennen und zu bekämpfen. Der γ-Globulin-Wert wird häufig bei einer Eiweiß-Elektrophorese gemessen. Veränderungen dieses Wertes können auf Infektionen, chronische Entzündungen, Autoimmunerkrankungen oder Immunschwächen hinweisen.
Ref: 6.5 - 14.3
γ-Globulin (%) gibt den prozentualen Anteil der Gamma-Globuline am gesamten Eiweiß im Blut an. Gamma-Globuline bestehen überwiegend aus Immunglobulinen (Antikörpern), die eine zentrale Rolle in der Immunabwehr spielen. Ein erhöhter γ-Globulin-Wert kann auf chronische Entzündungen, Infektionen oder Autoimmunerkrankungen hinweisen. Ein erniedrigter Wert kann auf Immunschwäche oder Eiweißverluste (z. B. über die Niere) hindeuten. Der Wert wird meist im Rahmen einer Elektrophorese gemessen, bei der verschiedene Eiweißgruppen im Blut aufgeschlüsselt werden.
Ref: 10-20
Glutamin ist eine proteinogene Aminosäure, die im Körper eine wichtige Rolle als Stickstofftransporter und als Energielieferant für schnell proliferierende Zellen wie Immunzellen und Darmepithelzellen spielt. Es ist die am häufigsten vorkommende freie Aminosäure im Blut und wird unter anderem in der Leber und den Muskeln synthetisiert. Gemessen wird Glutamin im Blut oder Plasma zur Beurteilung des Aminosäurestoffwechsels, insbesondere bei Katabolie, Lebererkrankungen oder zur Überwachung von Patienten mit kritischen Erkrankungen.
Ref: 400–700 µmol/l (laborabhängig)
Glycin ist die einfachste proteinogene Aminosäure und spielt eine zentrale Rolle im Stoffwechsel, unter anderem als Bestandteil von Proteinen, als Neurotransmitter im zentralen Nervensystem und als Vorläufer für die Synthese von Häm, Kreatin und Gallensäuren. Gemessen wird Glycin im Blut oder Urin, um den Aminosäurestoffwechsel zu beurteilen, insbesondere bei Verdacht auf Glycin-Enzephalopathie oder andere Stoffwechselstörungen.
Ref: 120–350 µmol/L (laborabhängig)
Histidin ist eine semi-essenzielle Aminosäure, die für das Wachstum und die Reparatur von Geweben sowie als Vorstufe für Histamin benötigt wird. Sie wird im Rahmen von Aminosäureprofilen gemessen, um angeborene Stoffwechselstörungen wie die Histidinämie zu diagnostizieren. Ein Mangel kann bei unzureichender Proteinzufuhr oder bestimmten Erkrankungen auftreten.
Ref: 30–100 µmol/L (laborabhängig)
Homocystein ist eine Aminosäure, die im Körper als Zwischenprodukt im Stoffwechsel von Methionin, einer anderen Aminosäure, entsteht. Normalerweise wird Homocystein in andere Substanzen wie Methionin oder Cystein umgewandelt. Dieser Prozess erfordert bestimmte Vitamine, insbesondere Vitamin B6, Vitamin B12 und Folsäure. Ein erhöhter Homocysteinspiegel im Blut kann auf verschiedene Gesundheitsprobleme hinweisen und wird oft im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersucht.
Ref: 5 - 15
Das IGF-1-bindende Protein 3 (IGFBP-3) ist das wichtigste Transportprotein für den insulinähnlichen Wachstumsfaktor 1 (IGF-1) im Blut. Es verlängert die Halbwertszeit von IGF-1 und reguliert dessen Verfügbarkeit für die Zielgewebe. IGFBP-3 wird zusammen mit IGF-1 zur Beurteilung der Wachstumshormonachse gemessen, insbesondere bei Wachstumsstörungen oder Akromegalie. Die Werte sind alters- und geschlechtsabhängig.
Ref: Altersabhängig, z. B. Erwachsene 2–4 mg/L (laborabhängig)
Isoleucin ist eine essentielle Aminosäure, die der Körper nicht selbst herstellen kann und daher über die Nahrung aufgenommen werden muss. Sie ist wichtig für den Muskelaufbau, die Energiebereitstellung und die Regulation des Blutzuckerspiegels. Gemessen wird Isoleucin im Rahmen von Aminosäureprofilen, z. B. bei Stoffwechselstörungen wie Ahornsirupkrankheit oder zur Beurteilung des Ernährungszustands.
Ref: 30–100 µmol/l (laborabhängig)
Leucin ist eine essentielle Aminosäure, die besonders für den Muskelaufbau und die Muskelregeneration wichtig ist. Sie stimuliert die Muskelproteinsynthese und wird daher oft von Sportlern als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen. Gemessen wird Leucin im Rahmen von Aminosäureprofilen, z. B. bei Verdacht auf Ahornsirupkrankheit oder zur Beurteilung des Ernährungszustands.
Ref: 50–150 µmol/l (laborabhängig)
Lysin ist eine essentielle Aminosäure, die der Körper nicht selbst herstellen kann und daher über die Nahrung aufgenommen werden muss. Sie ist wichtig für das Wachstum, die Gewebereparatur, die Bildung von Kollagen und die Aufnahme von Calcium. Lysin wird im Rahmen von Aminosäureprofilen gemessen, um Mangelzustände oder Stoffwechselstörungen zu erkennen.
Ref: 100–300 µmol/l (laborabhängig)
M-Protein (Paraprotein) im Serum ist ein monoklonaler Immunglobulin-Anteil, der bei Plasmazellerkrankungen wie multiplem Myelom, Morbus Waldenström oder monoklonaler Gammopathie unklarer Signifikanz (MGUS) im Blut nachweisbar ist. Es handelt sich um ein abnormes Protein, das von einer einzelnen Plasmazelllinie produziert wird. Die Bestimmung erfolgt mittels Serumelektrophorese oder Immunfixation zur Diagnose und Verlaufskontrolle von Paraproteinämien.
Ref: Negativ (kein M-Protein nachweisbar) (laborabhängig)
Methionin ist eine essentielle schwefelhaltige Aminosäure, die für die Proteinsynthese, den Stoffwechsel von Folsäure und die Bildung von S-Adenosylmethionin (SAM) benötigt wird. SAM ist ein wichtiger Methylgruppendonor für zahlreiche biochemische Reaktionen. Die Messung von Methionin im Blut dient der Diagnose von Stoffwechselstörungen wie Homocystinurie oder Methionin-Adenosyltransferase-Mangel.
Ref: 10–50 µmol/l (laborabhängig)
Ornithin ist eine nicht-proteinogene Aminosäure, die im Harnstoffzyklus eine zentrale Rolle bei der Entgiftung von Ammoniak spielt. Sie wird in der Leber produziert und ist an der Regulation des Stickstoffhaushalts beteiligt. Im Blut wird Ornithin gemessen, um Leberfunktionsstörungen oder Störungen des Harnstoffzyklus zu erkennen.
Ref: 30–100 µmol/l (laborabhängig)
Osteocalcin ist ein von Osteoblasten produziertes Protein, das im Knochenstoffwechsel eine wichtige Rolle spielt. Es ist an der Knochenmineralisation beteiligt und dient als Marker für die Knochenneubildung. Im Blut wird Osteocalcin gemessen, um die Knochenumsatzrate zu beurteilen, etwa bei Osteoporose oder anderen Knochenerkrankungen.
Ref: Männer: 5–25 ng/ml, Frauen (prämenopausal): 5–20 ng/ml (laborabhängig)
p-Cresol-Sulfat ist ein protein-gebundenes Urämietoxin, das im Darm durch bakterielle Fermentation von Tyrosin und Phenylalanin entsteht. Nach Aufnahme ins Blut wird es in der Leber sulfatiert und über die Nieren ausgeschieden. Bei Niereninsuffizienz akkumuliert p-Cresol-Sulfat im Serum und wird mit kardiovaskulären Komplikationen sowie Progression der Nierenerkrankung in Verbindung gebracht. Die Bestimmung dient der Risikobewertung bei chronischer Nierenkrankheit.
Ref: < 10 mg/l (laborabhängig)
Phenylacetylglutamin ist ein Stoffwechselprodukt, das bei der Entgiftung von Ammoniak im Körper entsteht. Es wird in der Leber aus Phenylacetat und Glutamin gebildet und über die Nieren ausgeschieden. Im Blut oder Urin wird Phenylacetylglutamin gemessen, um die Leberfunktion und den Stickstoffhaushalt zu beurteilen, insbesondere bei Lebererkrankungen oder angeborenen Stoffwechselstörungen.
Ref: Im Plasma: < 10 µmol/l (laborabhängig)
Phenylalanin ist eine essentielle aromatische Aminosäure, die für die Proteinsynthese und die Produktion von Neurotransmittern wie Dopamin und Noradrenalin benötigt wird. Sie wird über die Nahrung aufgenommen und in der Leber zu Tyrosin abgebaut. Im Blut wird Phenylalanin gemessen, um angeborene Stoffwechselstörungen wie Phenylketonurie (PKU) zu diagnostizieren und zu überwachen.
Ref: 30–80 µmol/l (laborabhängig)
Phosphoethanolamin ist ein phosphoryliertes Amin, das im Stoffwechsel als Zwischenprodukt bei der Synthese von Phospholipiden wie Phosphatidylethanolamin vorkommt. Es spielt eine wichtige Rolle im Aufbau von Zellmembranen und im Fettstoffwechsel. Die Messung von Phosphoethanolamin im Blut oder Urin kann bei der Diagnose und Verlaufskontrolle von angeborenen Stoffwechselstörungen wie der Hyperphosphatasie oder bestimmten Formen der Hypophosphatasie hilfreich sein.
Ref: 0,5–1,5 µmol/L (laborabhängig)
Prokollagen Typ III im Serum (PIIINP) ist ein Peptid, das bei der Synthese von Kollagen Typ III freigesetzt wird. Kollagen Typ III ist ein wichtiger Bestandteil des Bindegewebes, insbesondere in der Haut, Blutgefäßen und inneren Organen. Die Messung von PIIINP dient als Marker für die Kollagen-Neubildung und wird vor allem zur Beurteilung von fibrotischen Prozessen, wie Leberfibrose oder Lungenfibrose, eingesetzt.
Ref: < 10 µg/L (laborabhängig)
Prolin ist eine proteinogene Aminosäure, die als Baustein von Proteinen dient und besonders reichlich in Kollagen vorkommt. Sie spielt eine wichtige Rolle bei der Stabilisierung von Kollagenstrukturen und ist an der Wundheilung und Gewebereparatur beteiligt. Die Messung von Prolin im Blut oder Urin kann bei der Diagnose von Stoffwechselstörungen wie der Hyperprolinämie oder bei Kollagenstoffwechselstörungen hilfreich sein.
Ref: 100–300 µmol/L (laborabhängig)
Proteine im Blut sind wichtige Bausteine für den Körper, die viele Funktionen erfüllen, wie den Aufbau von Gewebe, den Transport von Nährstoffen und die Abwehr von Infektionen. Der Proteingehalt im Blut wird oft gemessen, um Informationen über den Ernährungszustand, die Nieren- und Leberfunktion sowie mögliche Entzündungen oder Infektionen zu erhalten. Ein zu hoher oder zu niedriger Proteingehalt kann auf verschiedene gesundheitliche Probleme hinweisen.
Ref: 6.4 - 8.3
S-Adenosylmethionin (SAM) ist ein wichtiger Methylgruppendonor im Körper, der an zahlreichen biochemischen Reaktionen beteiligt ist, darunter die Synthese von Neurotransmittern, DNA-Methylierung und Entgiftungsprozesse. Es wird aus Methionin und ATP gebildet und spielt eine zentrale Rolle im Methioninzyklus. Die Messung von SAM erfolgt meist im Rahmen von Stoffwechselanalysen, um den Methylierungsstatus zu beurteilen. Ein Ungleichgewicht kann mit verschiedenen Erkrankungen wie Lebererkrankungen oder Stimmungsstörungen in Verbindung gebracht werden.
Ref: 0,5–1,5 µmol/L (laborabhängig)
Sarcosin (N-Methylglycin) ist ein natürliches Aminosäurederivat, das im Stoffwechsel als Zwischenprodukt beim Abbau von Cholin und Methionin entsteht. Es wird durch das Enzym Sarcosin-Dehydrogenase weiterverarbeitet. Die Messung von Sarcosin im Blut oder Urin kann Hinweise auf Störungen im Glycin- und Methioninstoffwechsel geben. Erhöhte Werte werden insbesondere mit Prostatakrebs in Verbindung gebracht, jedoch ist die klinische Relevanz noch nicht abschließend geklärt.
Ref: < 5 µmol/L im Plasma (laborabhängig)
Serin ist eine proteinogene Aminosäure, die für die Synthese von Proteinen, Phospholipiden und Sphingolipiden benötigt wird. Sie spielt eine wichtige Rolle im Zentralnervensystem als Vorstufe von Neurotransmittern wie Glycin und D-Serin. Die Messung von Serin im Blut oder Urin erfolgt im Rahmen von Aminosäureanalysen, um angeborene Stoffwechselstörungen wie die Serinmangel-Enzephalopathie zu diagnostizieren. Serin wird auch als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt.
Ref: 80–200 µmol/L im Plasma (laborabhängig)
Taurin ist eine schwefelhaltige Aminosäure, die nicht in Proteine eingebaut wird, aber eine wichtige Rolle in der Zellosmose, der Gallensäurekonjugation und der Modulation von Kalziumsignalen spielt. Es kommt besonders in Muskelgewebe, Herz und Netzhaut vor. Die Messung von Taurin im Blut oder Urin erfolgt selten, kann aber bei Verdacht auf Taurinmangel (z. B. bei veganer Ernährung oder bestimmten Stoffwechselstörungen) oder bei Herzinsuffizienz durchgeführt werden. Taurin wird auch als Nahrungsergänzungsmittel verwendet.
Ref: 30–100 µmol/L im Plasma (laborabhängig)
Tryptamin ist ein biogenes Amin, das aus der Aminosäure Tryptophan durch Decarboxylierung entsteht. Es kommt natürlicherweise im Körper vor und dient als Vorläufer für verschiedene Neurotransmitter und Hormone, darunter Serotonin und Melatonin. Tryptamin hat eine strukturelle Ähnlichkeit mit den Neurotransmittern und kann selbst als Neuromodulator wirken. Die Messung von Tryptamin im Blut oder Urin wird selten durchgeführt, kann aber bei der Diagnose von Karzinoid-Tumoren oder Stoffwechselstörungen hilfreich sein.
Ref: 0–10 nmol/L (laborabhängig; stark methodenabhängig)
Tryptophan ist eine essentielle Aminosäure und wichtig für die Produktion von Serotonin. Ein niedriger Basalwert kann auf einen Mangel oder auf erhöhten Verbrauch hinweisen.
Ref: 40 - 85
Der Wert nach Aktivierung gibt Aufschluss über die Reaktion auf entzündliche Reize. Ein stark erhöhter Wert könnte auf eine gesteigerte Immunreaktion hinweisen.
Ref: 30 - 70
Dieses Verhältnis zeigt, wie stark der Tryptophanabbau durch Aktivierung beeinflusst wird. Ein niedriger Wert kann auf eine erhöhte Immunaktivität hindeuten.
Ref: 0.8 - 1.2
Dieser Wert gibt den Tryptophanspiegel in EDTA-Plasma an und ist nützlich zur Beurteilung des Stoffwechselstatus. Ein niedriger Wert könnte auf erhöhten Verbrauch hinweisen.
Ref: 40 - 85
Tyrosin ist eine nicht-essentielle Aminosäure, die aus Phenylalanin synthetisiert werden kann und eine wichtige Rolle bei der Produktion von Neurotransmittern wie Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin spielt. Sie ist auch an der Bildung von Schilddrüsenhormonen und Melanin beteiligt. Die Messung von Tyrosin im Blut oder Urin kann bei der Diagnose von Stoffwechselstörungen wie der Phenylketonurie oder Tyrosinämie eingesetzt werden.
Ref: 30–120 µmol/L (laborabhängig)
Valin ist eine essentielle, verzweigtkettige Aminosäure (BCAA), die der Körper nicht selbst herstellen kann und über die Nahrung aufnehmen muss. Sie ist wichtig für den Muskelstoffwechsel, die Energiegewinnung und die Regulation des Immunsystems. Valin wird im Muskelgewebe abgebaut und kann bei körperlicher Belastung als Energiequelle dienen. Die Messung von Valin im Blut wird häufig im Rahmen des Neugeborenenscreenings auf Ahornsirupkrankheit sowie zur Beurteilung von Stoffwechselstörungen eingesetzt.
Ref: 150–300 µmol/L (laborabhängig)