Acetylcholinrezeptor-Antikörper (AChR-AK) richten sich gegen nikotinische Acetylcholinrezeptoren an der neuromuskulären Endplatte. Sie gehören zu den wichtigsten serologischen Markern der autoimmunen Myasthenia gravis und können bei passender Symptomatik die Diagnose stark unterstützen.
Ein negativer AChR-AK-Test schließt Myasthenia gravis nicht aus. Die aktuelle AWMF-Leitlinie berücksichtigt neben AChR-AK-positiven auch andere antikörperdefinierte und seronegative Formen. Je nach klinischer Situation kommen weitere Antikörpertests und neurophysiologische Verfahren hinzu.
Die Antikörperhöhe allein bestimmt weder Krankheitsschwere noch Therapieentscheidung; klinischer Verlauf, Befund und Myasthenie-Subtyp sind entscheidend.