Alkalische Phosphatase (AP) umfasst mehrere Isoenzyme. Ein großer Teil der im Serum gemessenen Aktivität stammt aus Leber und Knochen. Deshalb kann eine Erhöhung sowohl bei Cholestase als auch bei erhöhtem Knochenumbau vorkommen.
Kinder und Jugendliche haben wegen des Knochenwachstums andere Referenzbereiche; auch in der Schwangerschaft kann AP physiologisch erhöht sein. LADR weist darauf hin, dass bei isolierter AP-Erhöhung die Isoenzyme differenziert werden können. Im Leberkontext ist die gemeinsame Betrachtung mit GGT besonders hilfreich.
Ein erhöhter AP-Wert ist daher kein eigenständiger Beweis für Leber- oder Knochenerkrankung. Ebenso können niedrige Werte verschiedene Ursachen haben und müssen bei passender klinischer Fragestellung spezifisch eingeordnet werden.