Beta-2-Mikroglobulin (B2M) sitzt auf der Oberfläche vieler kernhaltiger Zellen und wird bei Zellumsatz freigesetzt. Die Nieren filtern B2M aus dem Blut, sodass die Nierenfunktion einen starken Einfluss auf die Konzentration hat.
MedlinePlus beschreibt B2M als Tumormarker vor allem bei bereits diagnostiziertem multiplem Myelom, chronischer lymphatischer Leukämie und bestimmten Lymphomen. Dort kann der Wert unter anderem Informationen zu Krankheitsausmaß, Prognose und Verlauf liefern. B2M wird jedoch nicht zur allgemeinen Krebssuche oder zur alleinigen Diagnose verwendet.
Erhöhte Werte können auch bei nicht malignen Erkrankungen vorkommen, insbesondere bei Nierenerkrankungen und verschiedenen Immun- beziehungsweise Entzündungszuständen. Deshalb kann ein hoher Wert nicht zwischen Krebs, Nierenerkrankung und anderen Ursachen unterscheiden.
Probenmaterial und Fragestellung sind wichtig: B2M kann in Blut, Urin und in ausgewählten Situationen auch im Liquor bestimmt werden. Diese Messungen beantworten unterschiedliche klinische Fragen und dürfen nicht mit einem gemeinsamen universellen Referenzwert behandelt werden.