Interferon-Gamma (IFN-γ) wird unter anderem von aktivierten T-Zellen und natürlichen Killerzellen gebildet und spielt eine Rolle in der zellulären Immunantwort. Direkte Serum- oder Plasma-Zytokinmessungen werden in spezialisierten immunologischen oder Forschungsfragestellungen eingesetzt und sind nicht krankheitsspezifisch.
Wichtig ist die Abgrenzung zum Tuberkulose-Bluttest: Ein Interferon-Gamma-Release-Assay (IGRA) wie QuantiFERON ist keine einfache Messung des vorhandenen Serum-IFN-γ. Laut CDC wird frisches Vollblut mit spezifischen Tuberkulose-Antigenen und Kontrollen inkubiert; bewertet wird die dadurch ausgelöste IFN-γ-Antwort.
Ein beliebiger quantitativer IFN-γ-Wert darf deshalb nicht mit den Grenzwerten oder der diagnostischen Aussage eines IGRA verglichen werden. Auch innerhalb direkter Zytokinmessungen unterscheiden sich Probenmaterial, Assays und Referenzwerte.
Ein erhöhter direkter IFN-γ-Wert kann bei unterschiedlichen Immun- und Entzündungsprozessen vorkommen. Er diagnostiziert für sich allein weder latente Tuberkulose noch eine Autoimmun- oder andere Infektionserkrankung.