Transglutaminase-IgA (tTG-IgA) ist für die meisten Menschen der bevorzugte serologische Antikörpertest bei Verdacht auf Zöliakie. Für ein aussagekräftiges Ergebnis sollte während der diagnostischen Abklärung Gluten gegessen werden, weil eine glutenfreie Ernährung die Antikörperwerte senken und zu einem falsch unauffälligen Ergebnis beitragen kann.
Zusätzlich ist der Gesamt-IgA wichtig. Bei einem IgA-Mangel können IgA-basierte Tests wie tTG-IgA eine Zöliakie übersehen; dann werden IgG-basierte Tests eingesetzt. Auch bei negativem tTG-IgA kann bei anhaltend hohem klinischem Verdacht weitere Diagnostik erforderlich sein.
Ein erhöhter tTG-IgA-Wert macht Zöliakie wahrscheinlicher, stellt aber allein nicht in jeder Situation die Diagnose. Bei Erwachsenen wird ein positiver serologischer Befund typischerweise zusammen mit der weiteren gastroenterologischen Abklärung bewertet. Für Kinder und Jugendliche erlaubt die ESPGHAN-Leitlinie unter genau definierten Bedingungen einen No-Biopsy-Weg: tTG-IgA mindestens 10-mal über der oberen Normgrenze und ein positiver EMA-IgA-Test aus einer zweiten Blutprobe. Diese pädiatrische Regel sollte nicht pauschal auf jeden erhöhten Erwachsenenwert übertragen werden.
Grenzwerte und Einheiten unterscheiden sich je nach Testsystem. Deshalb sollte der Wert relativ zur oberen Normgrenze des konkreten Labors und nicht anhand eines universellen Zahlenwerts eingeordnet werden.