Laktatdehydrogenase (LDH) ist ein Enzym des Energiestoffwechsels und kommt in zahlreichen Geweben vor, darunter Muskulatur, Leber, Niere und Blutzellen. Bei Zell- oder Gewebeschädigung kann LDH ins Blut freigesetzt werden.
MedlinePlus beschreibt LDH deshalb als allgemeinen Marker für Gewebeschädigung. Der Test allein kann weder zeigen, welches Gewebe betroffen ist, noch die Ursache diagnostizieren. Je nach klinischer Fragestellung werden spezifischere Laborwerte oder Untersuchungen herangezogen.
Auch die Präanalytik ist besonders wichtig: Erythrozyten enthalten viel LDH. Mayo und LADR weisen darauf hin, dass Hämolyse einer Blutprobe zu falsch erhöhten Ergebnissen führen kann. LADR nennt deshalb als Referenz ausdrücklich den jeweiligen Befundbericht statt eines universellen Internetbereichs.
LDH kann in ausgewählten onkologischen Erkrankungen für Prognose oder Verlauf relevant sein, ist aber kein allgemeiner Krebstest. Für akute Herzmuskelschädigung wurde LDH weitgehend durch Troponin ersetzt.