Vitamin B12 ist für Blutbildung und Nervensystem wichtig. Ein Mangel kann unter anderem bei Malabsorption, Autoimmungastritis, gastrointestinalen Operationen, veganer Ernährung, Metformin oder Säureblockern auftreten. Neurologische Beschwerden können auch ohne Anämie oder Makrozytose vorkommen.
NICE nennt für Gesamt-B12 folgende diagnostische Entscheidungsbereiche: unter 180 ng/l (133 pmol/l) spricht für bestätigten Mangel, 180 bis 350 ng/l (133 bis 258 pmol/l) ist ein unklarer Bereich, und über 350 ng/l (258 pmol/l) macht einen Mangel eher unwahrscheinlich. Wo lokal validierte Schwellen deutlich abweichen, sollen die Schwellen des untersuchenden Labors verwendet werden. Diese Bereiche sind diagnostische Hilfen und keine persönlichen „Optimalwerte“.
Bei einem unklaren Ergebnis können je nach Beschwerden und Risikofaktoren aktives B12 (Holo-Transcobalamin), Methylmalonsäure oder weitere Untersuchungen helfen. LADR weist darauf hin, dass HoloTC einen sich entwickelnden Mangel früher anzeigen kann als Gesamt-B12. Bereits eingenommene B12-Präparate können die Laborinterpretation beeinflussen und sollten bei der Befundbesprechung angegeben werden.