Myristinsäure (C14:0) ist eine gesättigte Fettsäure mit 14 Kohlenstoffatomen. Sie kann im Rahmen spezialisierter Fettsäureprofile in Serum oder Plasma gemessen werden. Solche Profile werden unter anderem bei Fragestellungen zur Aufnahme und zum Stoffwechsel von Fettsäuren eingesetzt.
Entscheidend ist die Messgröße: Ein Prozentanteil an den Gesamtfettsäuren ist eine relative Größe, eine Konzentration in nmol/ml dagegen ein absoluter Messwert. Diese Angaben sind nicht austauschbar. Ein fester Prozentbereich wie 0,5–2,0 Prozent darf daher nicht als universeller Referenzwert für anders gemessene Myristinsäure verwendet werden.
Mayo Clinic Laboratories berichtet Myristinsäure beispielsweise innerhalb definierter Serum- und Plasma-Fettsäureprofile als absolute Konzentration in nmol/ml und verwendet altersabhängige Referenzintervalle. Diese assay- und materialgebundenen Werte gelten nicht automatisch für andere Labore oder relative Prozentprofile.
Ein erhöhter Einzelwert diagnostiziert weder eine „fettreiche Ernährung“ noch eine bestimmte Stoffwechselerkrankung. Für die Interpretation zählen Probenmaterial, Messmethode, Einheit und das Muster der übrigen Fettsäuren.