17 Laborwerte
Niere
Nierenbezogene Laborwerte wie Kreatinin, eGFR, Cystatin C und Harnstoff beantworten unterschiedliche Fragen zur Nierenfunktion. Einzelwerte werden mit Messmethode, Verlauf und klinischem Kontext betrachtet.
Alle Laborwerte (17)
- Bilirubin (Urin)Bilirubin ist normalerweise nicht im Urin nachweisbar. Ein positiver Urinbefund kann auf ein Problem der Leber oder der Gallenwege hinweisen und wird zusammen mit Beschwerden, Blutwerten und weiteren Untersuchungen beurteilt.
- Cystatin
- Cystatin CCystatin C ist ein Marker zur Abschätzung der glomerulären Filtration und wird deutlich weniger durch Muskelmasse beeinflusst als Kreatinin. Nicht-renale Faktoren können den Wert dennoch verändern.
- Eiweiß (Urin)
- Erythrozyten (Urin)
- GFR nach CKD-EPIDie eGFR nach CKD-EPI schätzt die glomeruläre Filtrationsrate. Die aktuelle CKD-EPI-Kreatininformel von 2021 verwendet Kreatinin, Alter und Geschlecht ohne Race-Koeffizienten. Ein einzelner Wert diagnostiziert keine chronische Nierenerkrankung; entscheidend sind Persistenz über mindestens drei Monate und gegebenenfalls weitere Marker wie Albuminurie.ml/min/1,73 m²
- GFR nach MDRD-Formel
- Glomeruläre Filtrationsrate (GFR) aus Cystatin C
- Glukose (Urin)Normalerweise enthält Urin nur sehr wenig oder keine Glukose. Erhöhte Uringlukose kann bei hohem Blutzucker, in der Schwangerschaft oder bei seltenen Störungen der Nierenrückresorption vorkommen; zur Diabetesdiagnostik sind Bluttests genauer.
- HarnsäureHarnsäure entsteht beim Purinabbau und wird überwiegend renal ausgeschieden. Ein erhöhter Serumwert heißt Hyperurikämie, ist aber nicht gleichbedeutend mit einer Gichtdiagnose.
- Harnstoff (BUN)Harnstoff und BUN (Blood Urea Nitrogen) beschreiben denselben Stoffwechselweg, messen aber nicht dieselbe Masse: BUN erfasst nur den Stickstoffanteil des Harnstoffs. Zahlenwerte und Einheiten dürfen deshalb nicht ungeprüft gleichgesetzt werden.
- Ketonkörper (Urin)
- KreatininKreatinin ist ein Stoffwechselprodukt, das über die Nieren ausgeschieden wird und zur Abschätzung der Nierenfunktion verwendet wird. Der Blutwert hängt jedoch auch von Muskelmasse und weiteren nicht-renalen Faktoren ab; allein ist er kein vollständiger Nierenfunktionstest.
- Leukozyten (Urin)Leukozyten beziehungsweise Leukozytenesterase im Urin sind Screeninghinweise auf weiße Blutkörperchen. Ein positiver Test kann zu einem Harnwegsinfekt passen, diagnostiziert ihn aber nicht allein und kann durch Kontamination oder andere Ursachen beeinflusst werden.
- Nitrit (Urin)Nitrit im Urin kann entstehen, wenn bestimmte Bakterien Nitrat in Nitrit umwandeln. Ein positiver Befund passt häufig zu einem Harnwegsinfekt; ein negativer Nitrittest schließt eine Infektion jedoch nicht sicher aus.
- pH-Wert (Urin)Der Urin-pH beschreibt, wie sauer oder alkalisch eine Urinprobe ist. Er ist nicht dasselbe wie der pH-Wert des Blutes und bildet den systemischen Säure-Basen-Status nicht direkt ab.pH
- Urobilinogen (Urin)Urobilinogen entsteht beim Bilirubinabbau im Darm. Ein Teil wird wieder aufgenommen und zur Leber zurückgeführt, ein kleiner Anteil erscheint im Urin; auffällige Werte sind nicht krankheitsspezifisch.
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Niere · 17 Laborwerte
Nierenbezogene Laborwerte wie Kreatinin, eGFR, Cystatin C und Harnstoff beantworten unterschiedliche Fragen zur Nierenfunktion. Einzelwerte werden mit Messmethode, Verlauf und klinischem Kontext betrachtet.
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Häufige Fragen
Welche Nierenwerte gibt es?
Zu den wichtigsten Nierenwerten gehören Kreatinin, die daraus berechnete eGFR, Cystatin C und Harnstoff. Je nach Fragestellung kommen Urinwerte wie Albumin oder Protein hinzu.
Was bedeuten auffällige Nierenwerte?
Ein erhöhtes Kreatinin oder eine erniedrigte eGFR können auf eine eingeschränkte Nierenfunktion hinweisen. Einzelne Abweichungen können aber auch andere Ursachen haben und sollten im Verlauf und im klinischen Kontext beurteilt werden.