95 Laborwerte
Blut
Das Blutbild umfasst unterschiedliche Zellzahlen und Indizes. Hier findest du Hämoglobin, Erythrozyten, Hämatokrit, MCV, MCH, RDW (EVB) und Differentialblutbild mit Messkontext und wichtigen Grenzen einzelner Abweichungen erklärt.
Alle Laborwerte (95)
- alpha1-Fraktion (Serum)
- alpha2-Fraktion (Serum)
- Anteil hypochromer Erythrozyten
- Anteil mikrozytärer Erythrozyten
- Antithrombin III
- aPTTDie aktivierte partielle Thromboplastinzeit (aPTT) misst die Gerinnungszeit eines citrathaltigen Plasmas nach Zugabe definierter Reagenzien und prüft vor allem den intrinsischen und gemeinsamen Gerinnungsweg. Sie wird unter anderem bei Blutungsabklärung und zur Überwachung einer unfraktionierten Heparintherapie eingesetzt; die Interpretation ist reagenten-, labor- und situationsabhängig.
- Basenüberschuss
- beta1-Fraktion (Serum)
- beta2-Fraktion (Serum)
- BicarbonatBicarbonat (HCO₃⁻) ist ein Parameter der Blutgasanalyse. Bicarbonat ist ein zentraler Bestandteil des Säure-Basen-Puffersystems und wird je nach Blutgasverfahren gemessen oder berechnet. Für die Einordnung zählen Probenart, Messsystem, die übrigen Blutgaswerte und der klinische Zustand; ein universeller Website-Referenzbereich wäre deshalb irreführend.
- Blasten
- Blutkörpersenkungsgeschwindigkeit
- Blutsenkung 2h
- CO HbCOHb (Carboxyhämoglobin) beschreibt den Anteil des Hämoglobins, der Kohlenmonoxid gebunden hat. Der Wert unterstützt die Abklärung einer möglichen CO-Exposition, muss aber zusammen mit Expositionsgeschichte, Beschwerden, Raucherstatus und dem Zeitpunkt der Blutentnahme beurteilt werden. Ein später niedriger Wert schließt eine zurückliegende Exposition nicht sicher aus.
- dRVVT Ratio
- Erythroblasten
- Erythroblasten absolut
- ErythrozytenDie Erythrozytenzahl beschreibt die Anzahl roter Blutkörperchen. Für die Beurteilung von Anämie oder Erythrozytose ist sie nur ein Teil des Blutbilds und wird zusammen mit Hämoglobin, Hämatokrit, Erythrozytenindizes und gegebenenfalls Retikulozyten beurteilt.
- Erythrozytenfolsaeure
- ErythrozytenverteilungsbreiteDie Erythrozytenverteilungsbreite (RDW/EVB) beschreibt, wie unterschiedlich groß rote Blutkörperchen sind. RDW-CV wird üblicherweise als Prozentwert, RDW-SD in Femtolitern angegeben; beide Darstellungen dürfen nicht über einen einzigen universellen Grenzwert zusammengefasst werden.
- Faktor II Aktivität
- Faktor IX Aktivität
- Faktor V Aktivität
- Faktor VII
- Faktor VIII Aktivität
- Faktor X Aktivität
- Faktor XI Aktivität
- Faktor XII Aktivität
- Faktor XIII Aktivität
- FerritinFerritin ist ein Speicherprotein für Eisen und ein wichtiger Marker der Eisenspeicher. Ein niedriger Ferritinwert spricht stark für leere oder deutlich reduzierte Eisenspeicher. Bei Entzündung oder Infektion kann Ferritin jedoch unabhängig vom Eisenstatus ansteigen, weshalb der Wert nicht in jeder Situation isoliert beurteilt werden sollte.
- FibrinogenFibrinogen (Gerinnungsfaktor I) ist ein in der Leber gebildetes Protein, das bei der Blutgerinnung zu Fibrin umgewandelt wird. Niedrige oder hohe Werte sind nicht krankheitsspezifisch und werden mit Blutungs- beziehungsweise Gerinnungssituation und weiteren Tests beurteilt.
- gamma-Fraktion (Serum)
- Granulozyten absolut
- Granulozyten absolut in %
- Granulozytenvorstufen
- HämatokritDer Hämatokrit beschreibt den Volumenanteil der Erythrozyten am Blut. Er verändert sich meist ähnlich wie Hämoglobin und wird zusätzlich deutlich durch den Wasserhaushalt beeinflusst.
- HämoglobinHämoglobin (Hb) ist der sauerstofftragende Blutfarbstoff in den roten Blutkörperchen. Eine Anämie wird über eine Hämoglobinkonzentration unter dem jeweils geltenden diagnostischen Grenzwert definiert; dieser hängt unter anderem von Alter und physiologischem Status ab.
- Hämoglobin E (HbE)
- Hämopexin
- Hemoglobin F (HbF)
- Hypochrome Erythrozyten
- INR (Quick)Die INR standardisiert die Prothrombinzeit und wird besonders bei einer Behandlung mit Vitamin-K-Antagonisten verwendet. Ein universeller „Normalbereich“ ist hier ungeeignet: Ohne Antikoagulation liegt die INR typischerweise nahe 1, während unter einer verordneten Therapie bewusst ein anderer, individuell festgelegter Zielbereich gelten kann.
- Kern
- LUC
- Lupus-Antikoagulans
- Lymphozyten (CD45 high)
- Makrozytäre Erythrozyten Population
- MCHMCH (Mean Corpuscular Hemoglobin) beschreibt die durchschnittliche Hämoglobinmenge pro rotem Blutkörperchen. Der Wert gehört zu den Erythrozytenindizes des Blutbilds und wird zusammen mit MCV, MCHC, Hämoglobin und weiteren Befunden eingeordnet; ein einzelner MCH-Wert stellt keine Diagnose dar.
- MCHCMCHC beschreibt die mittlere Hämoglobinkonzentration in den Erythrozyten. Der Wert ist innerhalb einer Person oft relativ stabil und kann auch als Plausibilitätskontrolle des Blutbilds dienen.
- MCVMCV beschreibt das mittlere Volumen der roten Blutkörperchen. Der Wert hilft, eine bestehende Anämie als mikrozytär, normozytär oder makrozytär zu klassifizieren; die Ursache ergibt sich nicht aus MCV allein.fl
- Met HbMethämoglobin (MetHb) ist oxidiertes Hämoglobin, das Sauerstoff nicht normal transportieren kann. Erhöhte Werte können angeboren oder durch Medikamente beziehungsweise Chemikalien erworben sein; Beschwerden und Dringlichkeit hängen von Höhe, Ursache und Begleiterkrankungen ab.%
- Metamyelozyt
- Mittleres Retikulozyten-Volumen
- Mittleres ThrombozytenvolumenMTV, auch MPV genannt, beschreibt die durchschnittliche Größe deiner Blutplättchen. Ein erhöhter oder erniedrigter Wert wird zusammen mit Thrombozytenzahl, Referenzbereich und den übrigen Blutwerten eingeordnet.
- MYELOB
- Myeloblasten abs.
- MyelozytenMyelozyten sind Vorstufen der Granulozyten, die normalerweise im Knochenmark reifen. Im peripheren Blut werden sie üblicherweise nicht oder nur in geringer Zahl gefunden; ihr Nachweis wird zusammen mit dem übrigen Blutbild und der klinischen Situation beurteilt.
- O2-Einatem-Fraktion
- O2-Sättigung
- pCO2pCO₂ ist ein Parameter der Blutgasanalyse. Der Kohlendioxid-Partialdruck beschreibt den CO₂-Anteil im Blutgas und ist besonders für die Beurteilung der Ventilation und des Säure-Basen-Haushalts relevant. Für die Einordnung zählen Probenart, Messsystem, die übrigen Blutgaswerte und der klinische Zustand; ein universeller Website-Referenzbereich wäre deshalb irreführend.
- pHDer Blut-pH ist Teil einer Blutgasanalyse und beschreibt den Säure-Basen-Zustand. Für die Einordnung ist entscheidend, ob die Probe arteriell oder venös war und wie pCO2, Bicarbonat beziehungsweise Base Excess und die klinische Situation aussehen.
- Platelet-Large Cell Ratio
- pO2pO2 bezeichnet den Sauerstoffpartialdruck in einer Blutprobe und ist ein Parameter der Blutgasanalyse. Für die Einordnung ist entscheidend, ob die Probe arteriell, kapillär oder venös entnommen wurde und ob zusätzlicher Sauerstoff gegeben wurde. Ein einzelner universeller Referenzbereich gilt deshalb nicht für jede pO2-Messung.
- Promyelozyten
- Protein C
- Protein S
- Prothrombinzeit (PTZ, PZ, PT)Die Prothrombinzeit (PT) misst die Gerinnungszeit des extrinsischen und gemeinsamen Gerinnungswegs. Quick-Prozent und INR sind verwandte Darstellungen derselben Messstrecke, dürfen aber nicht ohne Kontext als identische Zahlen interpretiert werden.
- PTTDie partielle Thromboplastinzeit (PTT) misst in Sekunden, wie lange Blutplasma unter Laborbedingungen bis zur Gerinnselbildung braucht. Auf Befunden steht PTT meist für die aktivierte partielle Thromboplastinzeit (aPTT). Sie prüft andere Gerinnungsfaktoren als die Prothrombinzeit (Quick/INR).
- Regulatorische Helfer-T-Zellen (absolut)
- Regulatorische Helfer-T-Zellen (relativ)
- Reptilasezeit
- Reticulozyten-Hb
- Retikulozyten abs.
- Retikulozyten rel.
- SegmentkernigeSegmentkernige Granulozyten sind reife neutrophile Granulozyten im Differentialblutbild. Ein Prozentwert beschreibt ihren relativen Anteil an den Leukozyten und darf nicht mit der absoluten Neutrophilenzahl (ANC) gleichgesetzt werden.%
- StabkernigeStabkernige sind junge neutrophile Granulozyten, deren Zellkern noch nicht in Segmente unterteilt ist. In kleiner Zahl kommen sie normalerweise im Blut vor; ein vermehrter Anteil wird als Linksverschiebung bezeichnet und im Zusammenhang mit dem übrigen Blutbild beurteilt.
- Std. BasenüberschussStandard Base Excess ist ein Parameter der Blutgasanalyse. Der Base Excess ist eine berechnete Größe der Blutgasanalyse, die den metabolischen Anteil einer Säure-Basen-Störung beschreibt. Für die Einordnung zählen Probenart, Messsystem, die übrigen Blutgaswerte und der klinische Zustand; ein universeller Website-Referenzbereich wäre deshalb irreführend.
- sTFRDer lösliche Transferrinrezeptor (sTfR) spiegelt wider, wie viel Eisen die Zellen der Blutbildung anfordern. Er steigt bei Eisenmangel an und wird vor allem dann bestimmt, wenn Ferritin durch Entzündung oder chronische Erkrankung schwer zu beurteilen ist.
- sTFR-Index
- Summe Fluoxetin + Norfluoxetin
- Thrombinzeit
- Thrombokrit
- ThrombozytenThrombozyten sind Blutplättchen und wesentlich für die Blutstillung. Ein niedriger oder hoher Zählwert hat viele mögliche Ursachen und sollte zusammen mit Beschwerden, Medikamenten und dem übrigen Blutbild beurteilt werden.
- Thrombozytenhämatokrit
- ThrombozytenverteilungsbreiteDie Thrombozytenverteilungsbreite (PDW) beschreibt die Streuung der Thrombozytengrößen im automatisierten Blutbild. Je nach Analysator kann PDW unterschiedlich berechnet und in verschiedenen Einheiten dargestellt werden.
- TIBC
- Total O2
- TPZ (Quick)Der Quick-Wert ist eine Darstellungsform der Prothrombinzeit (PT). Ein niedriger Quick entspricht einer verlängerten Gerinnungszeit. Für die Beurteilung zählen unter anderem INR, Medikamente, Leberfunktion, Vitamin-K-Status und weitere Gerinnungsbefunde. Ein hoher Quick-Wert ist für sich allein kein Thrombosemarker.
- TransferrinTransferrin ist das wichtigste Eisentransportprotein im Serum und wird unter anderem zur Berechnung der Transferrinsättigung verwendet. Entzündung und Leberfunktion können den Wert unabhängig vom Eisenstatus verändern.
- TransferrinsättigungDie Transferrinsättigung (TSAT) beschreibt, wie stark das Transportprotein Transferrin mit Eisen beladen ist. Sie wird aus Serum-Eisen und Transferrin abgeleitet und ist dadurch von deren Einflussfaktoren abhängig.%
- UIBC
- Unreife Retikulozytenfraktion
- Unreife Zellen abs.
- von-Willebrand-Faktor Aktivität
- von-Willebrand-Faktor Antigen
Eine Laborkategorie ordnet Tests – sie bestimmt keinen Krankheitsbezug
Die Gruppierung nach Organsystem oder Laborthema hilft bei der Navigation. Aus der Kategorie selbst folgt nicht, dass eine bestimmte Erkrankung für einen einzelnen Befund relevant ist.
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Blut · 95 Laborwerte
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Häufige Fragen
Was ist ein großes Blutbild?
Das große Blutbild umfasst das kleine Blutbild plus das Differentialblutbild, also die Aufschlüsselung verschiedener weißer Blutkörperchen. Es liefert Informationen zu Blutbildung, Sauerstofftransport, Immunzellen und Blutplättchen.
Welche Blutwerte sind besonders wichtig?
Häufig betrachtet werden Hämoglobin, Erythrozyten, Hämatokrit, MCV, MCH und RDW (EVB) sowie Leukozyten und Thrombozyten. Welche Werte relevant sind, hängt von der jeweiligen Fragestellung ab.
Was bedeutet ein auffälliges Blutbild?
Abweichungen können viele Ursachen haben, zum Beispiel Eisenmangel, Entzündungen, Infektionen oder Veränderungen der Blutbildung. Einzelwerte sollten zusammen mit Beschwerden und weiteren Befunden ärztlich eingeordnet werden.